Jahreshauptversammlung 2016 der Freiwilligen Feuerwehr Langweid

Vorsitzender Markus Hörmann berichtet über das Vereinsjahr.
 
Kommandant Markus Kopold bei seinem Bericht.
 
Jugendwart Thomas Hörmann berichtet über die Aktivitäten der Jugendfeuerwehr.
Im vergangenen Jahr hatte die Wehr mit 80 Einsätzen wieder eine Vielzahl von Aufgaben zu bewältigen. Als nicht alltäglich wird dabei die Teilnahme an den Evakuierungsmaßnahmen bei der Augsburger Bombenentschärfung am ersten Weihnachtsfeiertag in die Vereinsgeschichte eingehen. Dank der nachhaltigen Jugendarbeit konnten im Herbst 23 Mädchen und Jungen neu in die Jugendfeuerwehr aufgenommen und für den Feuerwehrdienst begeistert werden. „Die stärkste Jugendgruppe, die unsere Feuerwehr je hatte“, vermeldete Kommandant Markus Kopold, der zudem mit seinen 83 motivierten Feuerwehrleuten in der aktiven Wehr auf eine gute Mannschaftsstärke zurückgreifen kann. „Die Bürger der Gemeinde Langweid können sich auf ihre Feuerwehr verlassen“, fasste Bürgermeister Jürgen Gilg bei seinem Grußwort zusammen. 16 Mitglieder konnten für langjährige Vereinsmitgliedschaften geehrt werden.

Vorsitzender Markus Hörmann fasste die Aktivitäten des abgelaufenen Vereinsjahres zusammen. Die Teilnahme an vielen örtlichen Veranstal¬tungen mache die Langweider Feuerwehr mit ihrer Fahnenabordnung zu einer festen Größe im Dorfgeschehen. Die Teilnahme an der Pastoralvisitation und die Erstellung eines Altars bei der Fronleichnams-Prozession in Langweid belegen zudem die gute Einbindung in das kirchliche Leben der Pfarrgemeinden. Aber auch Besuche von Veranstaltungen der Nachbarfeuerwehren standen auf dem Programm. Zum fünften Mal in Folge wurde ein Faschingswagen auf die Beine gestellt. „Firefighters go to space“ war das Motto des anspruchvollen Wagens. Die erneut professionell ausgerichtete Brandlöschparty erwies sich wieder als Attraktion bei vielen jungen Gästen aus der Region. Die Teilnahme am Ferienprogramm der Gemeinde, den Stand bei der Dorfweihnacht und nicht zuletzt den gelungenen Vereinsausflug nach München hob Hörmann aus den zahlreichen Terminen hervor. Mit 485 (Vorjahr 465) Vereinsmitgliedern konnte der Mitgliederstand dank der Zugänge im Jugendbereich spürbar ausgebaut werden. Hörmanns be¬sonderer Dank galt neben den Verantwortlichen und Gönnern der Feuerwehr, der Gemeinde Langweid für die sehr gute Zusammenarbeit.

Kommandant Markus Kopold brachte in seinem ausführlichen Bericht die hohe Belastung der aktiven Wehrmänner und -frauen, die neben den zahlreichen Vereinsaktivitäten auch einen hohen Zeitaufwand für Einsätze und Ausbildungsveranstaltungen aufzubringen hatten, zum Ausdruck. „Zu 80 Einsätzen, 20 weniger als im Vorjahr, rückten wir im Jahr 2016 aus. Zu unwetterbedingten Einsätzen kam es Gott sei Dank im Jahr 2016 nicht“, umschrieb Kopold das letzte Jahr mit Blick auf die Tornadoeinsätze in den Ortsteilen Stettenhofen und Foret im Jahr zuvor. Zwei nicht alltägliche Einsätze waren bei Gasaustritten im Zusammenhang mit einem Flüssiggastank und einer beschädigten Erdgasleitung zu verzeichnen. Auch die Bundesstraße 2 war wieder ein Einsatzschwerpunkt. Ein Geisterfahrerunfall und weitere Hilfeleistungen nach Verkehrsunfällen waren zu bewältigen. Als außergewöhnlich kann sicherlich auch der Einsatz bei der Augsburger Bombenentschärfung am ersten Weihnachtsfeiertag bezeichnet werden. Reibungslos verlief auch der Start der Oldtimerrallye des Landkreises Augsburg in Langweid. Die örtliche Feuerwehr war hierbei für die Verkehrabsicherung und die Koordination des Starts verantwortlich. Insgesamt hatten die Einsätze in technischer Hilfeleistung mit einem Anteil von 68 % gegenüber den klassischen Brandeinsätzen wieder einen gewohnt hohen Stellenwert. Mit 83 Feuerwehrdienstleistenden, darunter acht Frauen, konnte der Personalstand der aktiven Wehr insbesondere durch Zugänge aus der eigenen Jugendfeuerwehr auf hohem Niveau gehalten werden. Ko¬pold berichtete auch von 68 Übungs- und Ausbildungsveranstaltungen wobei ca. 1864 Arbeitsstunden geleistet wurden. Die Atemschutzausbildung, Übungen zur Brandbekämpfung und zur Technischen Hilfeleistung, die Schulung der Maschinisten sowie mehrere Einsatzübungen im Ortsgebiet und bei örtlichen Betrieben sowie die Teilnahme an der Langweider Gemeindeübung in Achsheim zählten zu den Schwerpunkten. Auch dem Einsatzgebiet Absturzsicherung wurde wieder mit drei Rettungsübungen die nötige Aufmerksamkeit gewidmet. Zudem besuchten mehrere Wehrmänner Lehrgänge an den Feuerwehrschulen mit Schwerpunkt Gruppenführer- und Maschinistenausbildung. Als besonders wertvoll wird hierbei auch das Fahrsicherheitstraining für Maschinisten eingeordnet. Obendrein war die Wehr bei den Leistungsprüfungen sehr eifrig. Neben den 17 Kameraden, die die traditionelle Leistungs¬prüfung, „Die Gruppe im Löscheinsatz“ absolvier¬ten, waren auch weitere 21 Feuerwehrler bei der Leistungsprüfung „Technische Hilfeleistung“ erfolgreich. Dominik Kratzer, Christopher Wollmann, Markus Hörmann, Dominik Müller und Patrick Theis erreichten dabei die höchste Stufe in Gold/Rot. Gut angenommen wird auch das von Fitnesscoach Dominik Kratzer ins Leben gerufene Feuerwehr-Einsatz-Training. 16 Feuerwehrfrauen und –männer trainieren hier regelmäßig um sich für den Feuerwehrdienst fit zu halten.

Beim Ausblick für das aktuelle Jahr wies Kopold auf den sich immer noch in Bearbeitung befindlichen Feuerwehrbedarfsplan für die Gemeinde Langweid hin. Die umfangreichen Zahlenwerke seien mittlerweile zusammengetragen worden; nach Auswertung durch die Fachleute, werden die Ergebnisse nunmehr im zweiten Quartal 2017 erwartet. Hieraus erhofft sich Kopold neue Impulse im Hinblick auf eine Lösung in der Frage einer Neukonzeption für ein neues Feuerwehrgerätehaus. „Wir platzen aus allen Nähten“, verbildlichte Kopold die Situation mit Blick auf die erfreuliche Entwicklung der Mannschaftsstärke insbesondere bei der Jugendfeuerwehr.

Auch die derzeit 18 Mädchen und 30 Jungen der Jugendgruppe der Wehr absolvierten ein umfangreiches Ausbildungsprogramm und zeichneten sich durch eine rege Beteiligung an den Vereinsaktivitäten aus, betonte Jugendwart Thomas Hörmann. Mit der Gründung einer weiteren Gruppe mit der stattlichen Anzahl von 23 neuen Jugendlichen, konnte die Jugendfeuerwehr deutlich aufgestockt werden. Die Umsetzung der neu geregelten und praxisnäheren modularen Truppausbildung gehörte weiter zu den Schwerpunkten des letzten Jahres. Aber auch die erfolgreich abgelegte Jugendleistungsprüfung der Bayerischen Jugendfeuerwehr, die Jugendflamme, dem Leistungstest der Deutschen Jugendfeuerwehr und die Teilnahme am Wissenstest zählten zu den Höhepunkten des Jugendjahres. Verschiedene Freizeitaktivitäten wie ein Wochenende in der Ferienhütte Söll in Tirol sowie zwei Altpapiersammlungen rundeten das Jahresprogramm ab.

„Auch in diesem Jahr haben sie alle Übungen, sämtliche Herausforderungen und alle Einsätze mit Bravour gemeistert“ verdeutlichte Bürgermeister Jürgen Gilg den enormen ehrenamtlichen Einsatz und die gezeigte Einsatzbereitschaft. „Besonders darf ich zu ihrer hervorragenden Jugendarbeit gratulieren“ hob Gilg die erfolgreiche Jugendarbeit und den damit verbundenen beachtlichen Mannschaftsstand hervor. Die Gemeinde sorge auch weiterhin für eine moderne Ausstattung der Wehr, damit die Sicherheit und der Schutz der Bevölkerung bestmöglich gewährleistet ist, bekräftigte Gilg zusammenfassend.

Vorsitzender Markus Hörmann und Bürgermeister Gilg konnten folgende Mitglieder für langjährige Treue zum Verein ehren: Walter Dirr, Josef Hasmüller, Konrad Klopfer, Leonhard Kopold, Vitus Kopold und Karl Kuhn für 60 Jahre Mitgliedschaft. Die Auszeichnung für 50-jährige Mitgliedschaft erhielten Kamilius Gürtler und Max Jahn. Für 40 Jahre Mitgliedschaft wurden Emil Gaugenrieder, Günter Kaiser und Anton Kraus geehrt. Auf 25 Jahre Mitgliedschaft können Matthias Dirr, Thomas Holzapfel, Harald Janka, Gerd Klein und Christoph Mayer zurückblicken (art.).
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