Lebensgefährlicher Leichtsinn

Symbolfoto: Bundespolizei

In Lebensgefahr hat sich Samstagabend (17. Oktober) ein junger Mann auf der Bahnstrecke von Augsburg nach Donauwörth gebracht. Er lief im Bereich Langweid am Lech auf den Gleisen. Als der Triebwagenführer eines herannahenden ICE die Person sah, leitete er eine Schnellbremsung ein und rettete ihm so wahrscheinlich das Leben.

Die Notfallleitstelle der Bahn informierte gegen 18 Uhr die Augsburger Bundespolizei darüber, dass der Triebfahrzeugführer des ICE von Hamburg nach München eine Person mit blauer Jacke im Gleis erkannt habe. Als er den jungen Mann sah, leitete er sofort eine Schnellbremsung ein und gab einen Achtungspfiff ab. Nach sofortiger Streckensperrung suchten Beamte der Polizeiinspektion Gersthofen, der Freiwilligen Feuerwehr Gablingen und der Bundespolizei den betreffenden Streckenabschnitt ab. Glücklicherweise konnten sie weder am Triebfahrzeug noch entlang der Strecke Unfallspuren feststellen. Erst gegen 19:45 Uhr konnte die Bahnstrecke wieder freigegeben werden.

Durch den Vorfall wurde der Zugverkehr zwischen Augsburg und Donauwörth erheblich beeinträchtigt, mehrere Züge erhielten Verspätungen. Die Bundespolizei hat gegen den Unbekannten ein Ermittlungsverfahren wegen Gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr eingeleitet.

Von pm
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