Schottersteine auf Gleisen


Unbekannte Kinder oder Jugendliche haben Schottersteine auf Zuggleise gelegt am Sonntagabend, 7. Februar, in der Nähe der Eisenbahnbrücke Langweid Süd. Mehrere Züge überfuhren die Hindernisse.

Die Notfallleitstelle der Bahn informierte die Augsburger Bundespolizei darüber, dass eine Regionalbahn auf der Strecke Donauwörth-Augsburg mehrere Gegenstände überfahren habe. Nach sofortiger Streckensperrung suchten Bundespolizisten den Bereich ab und fanden etwa 20 zermahlene Schottersteine. Täter konnten nicht festgestellt werden. Eine Befragung des Lokführers ergab, dass er bei einer Geschwindigkeit von etwa 100 Stundenkilometer die Steine auf den Gleisen sah, er es jedoch nicht schaffte, den Zug vor den Hindernissen anzuhalten. In unmittelbarer Nähe zum Tatort habe er Kinder im Alter von etwa sechs Jahren und Jugendliche beobachtet.

In diesem Zusammenhang warnt die Bundespolizei: Der Aufenthalt im Gleisbereich ist lebensgefährlich - auch wenn kein Zug zu sehen ist. Züge nähern sich je nach Windrichtung fast lautlos.

Der Bremsweg eines 100 Stundenkilometer schnellen Zuges kann bis zu 1000 Meter betragen. Werden auf die Schienen gelegte Steine überfahren, können herumfliegende Steinsplitter wie Geschosse wirken und Menschen verletzen oder gar töten. Unter bestimmten Umständen können wegen aufgelegter Steine oder anderer Gegenstände sogar Züge entgleisen. (pm)
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