Das Fehlen der Lämmer: Mysteriöser Diebstahl in Laugna

Mysteriöser Diebstahl: Einem 77-jährigen Landwirt aus Laugna werden seit Wochen immer wieder Lämmer gestohlen. Ein Vorhängeschloss an der Stalltür bleibt dabei immer unbeschädigt. Foto: Symbolbild/123rf.de/bluestock

Xaver Hurler ist noch immer geschockt: Dem 77-jährigen Landwirt wurde schon wieder aus seinem Stall ein Lamm geklaut. Trotz Vorhängeschloss und abgerichteten Schäferhunden kamen solche Diebstähle immer wieder vor.

Seit mehreren Wochen kommt es im Dorf Laugna, im Landkreis Dillingen, immer wieder zu Diebstählen von Lämmern. Das Kuriose ist allerdings, dass immer nur dem gleichen Landwirt Tiere entwendet werden - aus einem abgeschlossenen Stall. Vom Täter, und von den Lämmern, fehlt bis jetzt jede Spur.

Noch bis vor Kurzem hatte der Landwirt 17 Schafe und vier Lämmer auf seinem Hof an der Asbacher Straße, etwas außerhalb von Laugna. Doch die Zahl sinkt stetig.

Bereits in der Nacht von Mittwoch, 14. Dezember, auf Donnerstag, 15. Dezember, wurden dem 77-jährigen Geschädigten zwei Lämmer gestohlen.

Kaum zwei Wochen später, zwischen Donnerstag, 29. Dezember, und Montag, 2. Januar, geschah es wieder: Diesmal wurde ein nur zwei Wochen altes Lamm geklaut, aus dem gleichen abgeschlossenen Stall. Das Tier hat einen Wert von 50 Euro.

Mysteriös an diesem Fall ist noch etwas: Das Vorhängeschloss, welches er regelmäßig austauscht, blieb beide Male unbeschädigt. Hurler hält auf seinem Hof außerdem bereits mehrere abgerichtete Schäferhunde, so sagte er selbst, die aggressiv bellen, wenn jemand den Hof betritt. Wie der Täter an den Wachhunden unbemerkt vorbeikam, seiauch ihm ein Rätsel.

Die Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen. Als Motiv sieht der Landwirt "pure Schikane". Die Diebe wollen ihm einfach nur schaden, so Hurler. Auch vermutet er, dass sich der Täter auf dem Gelände gut auskennen müsse, um unbemerkt an den Hunden vorbei und in den Stall zu kommen.

Über mehr Schutz, etwa durch ein Kamera-Überwachungssystem habe er auch schon nachgedacht, sei aber noch zu keinem Entschluss gekommen. "Es kommt halt darauf an, was es kostet", erklärt er.

Die verbleibenden Lämmer schweigen zu den Vorfällen.
(Von Tina Meier )
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