Geräte aus vergangenen Epochen

Im „Haus alter ländlicher Gerätschaften“ in Laugna ist Tag der offenen Tür. Die Ausstellung dort bietet interessante Einblicke auf Geräte vergangener Epochen. Foto: Gerhard Schmidt

Der Kulturkreis Laugna veranstaltet am Sonntag, 24. April, von 13 bis 17 Uhr im „Haus der alten ländlichen Gerätschaften“ und im Archiv einen Tag der offenen Tür. Damit können alle Interessenten einen Blick hinter die Kulissen der Einrichtung werfen. Dort sind unverzichtbare Zeitzeugen vergangener Epochen zu bewundern.

Dem Arbeitskreis Kultur und Geschichte war es ein Anliegen, das alte und nicht mehr genutzte Lagerhaus in Laugna in ein Haus für ländliche Gerätschaften umzufunktionieren. Nach dem Einbau einer Zwischendecke und diversen anderen baulichen Veränderungen im Innern dient das Gebäude heute als Präsentation früher benutzter Utensilien der ländlichen Umgebung. Diese Geräte sind thematisch in Gruppen, beispielsweise für Haushalt und Küche, Imkerei und Weberei, Holzbearbeitung und Futteraufbereitung in der Landwirtschaft, eingeteilt.
Die Ausstellung bietet somit vielfältige Einblicke. Die Geräte stammen noch aus einer Zeit ohne Motoren und Elektrizität.

Spinnerinnen zeigen ihr Können

Das Archiv im Dachgeschoss des Rathauses bietet neben alten Gemeindeakten aus allen Ortsteilen eine kleine Ausstellung von persönlichen Gebrauchsgegenständen, Regina-Hauben sowie Wäsche- und Kleidungsstücken. Im Vorraum zum Archiv zeigen Spinnerinnen ihr längst in Vergessenheit geratenes Können.
Darüber hinaus öffnet Karl Stegmiller seinen umfangreichen Oldtimer-Park. Dort sind alte, aber immer noch einsatzfähige Landmaschinen zu besichtigen.
Außerdem ist die Antoniuskapelle am alten Friedhof neben der Kirche geöffnet.

Hochprozentiges „Laugna-Wasser“

Im Bürgerhaus in Laugna wird für alle Gäste Kaffee und Kuchen angeboten. Das „Laugna-Wasser“ kann ebenfalls zum Vorzugspreis erworben werden. Mit dem „Wasser“ hat es ebenfalls etwas Besonderes auf sich.
Die Gemeinde Laugna befindet sich nämlich im Besitz einer eigenen Schapsbrennerei, die in den Kellerräumen des Bürgerhauses untergebracht ist. Betrieben wird sie von der VR-Bank Lech-Zusam, die auch für das Marketing zuständig ist. Damit dürfte dieses Geldinstitut vermutlich diejenige in Bayern ist, die ihren Kunden mit Abstand die höchsten „Prozente“ anbietet.
Gebrannt wird der Schnaps hauptsächlich aus Äpfeln, aber auch aus Birnen und Zwetschgen. Es wird nur Obst aus dem Umfeld der Gemeinde verwendet. (spr)
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