Laugnakreuzung: Eine logistische Meisterleistung

Pumpmaschinen beförderten den Beton in die Schalung der Brückenkonstruktion, die zuvor mit Stahl verlegt wurde. Dazu war ein eigens ausgeklügelter Plan erforderlich. Spezialisten überwachten diese Arbeiten: (von links) Peter Rappel, Bernhard Aigster und Klaus Köhler. Foto: Ulrike Hauke

Die dritte von drei großen Brücken wurde betoniert. Für den Laien sah es dort chaotisch aus. Doch die Planung war akribisch vorbereitet und wurde professionell durchgeführt.

Für Außenstehende schien es jüngst an der Großbaustelle an der Laugnakreuzung in Höhe der Zusam unübersichtlich und laut. Die Geräusche von zwei großen Betonpumpen an der neu gebauten Brücke mischten sich mit dem Verkehrslärm, den Rufen der Bauarbeiter und den großen LKWs, die ohne Unterlass Beton heranfuhren.

Doch das Chaos täuschte! Alles war akribisch vorbereitet und geplant. "Nachdem wir in den letzten Monaten mit rund 130 Tonnen Stahl den Überbau des Bauwerks vorbereitet haben, pumpen wir jetzt knapp 600 Kubik Beton in diese Konstruktion", erklärte Bernhard Aigster von der Ingenieursgesellschaft Steinbacher-Consult.

Das Planungsbüro überwacht mit seinen Spezialisten seit Beginn der Bauarbeiten das große Projekt am südlichen Stadtrand von Wertingen. Aigster ist dort mit einer Reihe von Kollegen für den Bau der drei Brücken und für drei kleinere Übergänge zuständig. "Diese dreißig Meter lange Zusambrücke ist jetzt doppelt so breit wie zuvor, liegt ungefähr zwei Meter höher und ist in ihren Belastungen den heutigen Normen angepasst worden", berichtete Aigster. Ein eigens angefertigter Betonierplan koordinierte die Ankunft der LKWs in bestimmten Abständen sowie das Einfließen des Baustoffs durch die beiden Betonpumpen. "Eine Unterbrechung des Betonflusses hätte fatale Folgen und es würde teuer werden", meinte Aigster.

Auch Peter Rappel kennt die örtliche Gegend seit langem. Er war im Auftrag seines Arbeitgebers schon an vielen Baustellen in und um Wertingen beteiligt. "Trotz meiner langjährigen Erfahrung stellt diese Baustelle für mich eine besonders anspruchsvolle Aufgabe dar." Rappel teilt hier die Meinung seiner Kollegen. Als Projektleiter der gesamten Baumaßnahme muss er die Abstimmungen zwischen den eingebundenen Ämtern, der Stadt Wertingen, dem Staatlichen Bauamt und dem Unternehmerkonsortium koordinieren. Die Zusammenarbeit bezeichnet er als "wirklich gut". Das sei förderlich für den Verlauf der großen Baustelle.

Alle drei Brücken über die Zusam, die Laugna und den Forellenbach wurden in sogenannter Rahmenbauweise errichtet. So entstehen keinerlei Fugen. Das erleichtert künftige Wartungsarbeiten enorm.

Insgesamt werden im Bereich der Großbaustelle sechs Brückenbauwerke errichtet. Neben den drei bereits genannten werden noch zwei kleinere Überführungen am großen Kreisverkehr und eine in Höhe Gießeweg für die Geh- und Radwege errichtet.
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