Vier Brücken "ungenügend"

Die Stadt Wertingen nimmt ihre insgesamt 36 Brücken regelmäßig unter Kontrolle, damit Instandsetzungen wie auf unserem Symbolbild schnell durchgeführt werden können. Bei "ungenügendem" Bauwerkszustand kann auch ein Neubau notwendig sein. Foto: TÜV Rheinland

Bei Kontrolluntersuchungen stellt die Stadt wichtige Instandsetzungen fest. Die Aufbachbrücke soll 2016 neu gebaut werden. Los geht es bereits mit der Bliensbachbrücke.

Gleich vier Brücken im Eigentum der Stadt Wertingen müssen dringend erneuert beziehungsweise saniert werden. Das ergab die jährliche Bauwerksprüfung der Kommune. Dabei handelt es sich um die Aufbachbrücke an der Kirchstraße im Ortsteil Rogg-den, um die Wertinger Stuhlerbrücke an der Mühlgasse und die Ratzenbachverrohrung am Stadtmühl-Parkplatz sowie um die Reichenbachbrücke von Hirschbach nach Neuschenau. Bei der Überprüfung erhielten alle Brücken die Zustandsnote 4.

Das heißt im Klartext, dass die Brücken einen "ungenügenden Bauwerkszustand" aufweisen. Für sie ist eine rasche Instandsetzung oder Erneuerung dringend erforderlich.

Die Stadt legt auf die in ihrem Eigentum befindlichen Brücken ein großes Augenmerk und nimmt sie regelmäßig unter die Lupe. Dabei wird unter anderem die Tragfähigkeit der Brücken untersucht. An Holz-, Stahl- und Betonkonstruktionen dürfen keine Risse oder Verformungen auftreten. Das Bauwerk muss außerdem fest im Untergrund verankert sein. In die Inspektion werden auch die Fahrbahn und die Entwässerungssysteme mit einbezogen.

36 Brücken kontrolliert

Das Alter der Brücken und die damit zunehmenden Schäden, aber auch die steigenden Verkehrsbelastungen machen eine regelmäßige Prüfung und sachgerechte Beurteilung der Bauwerke besonders wichtig, teilt Christian Neidlinger von der Technischen Sachbearbeitung für Hoch- und Tiefbau der Stadt Wertingen, mit.

Im Eigentum der Stadt befinden sich 36 Brücken. Im Zuge der jährlichen Bauwerksbesichtigung werden sämtliche Brücken kontrolliert und deren Zustand dokumentiert. Kleinere Unterhaltsreparaturen werden an den Bauhof zur Behebung weitergeleitet.

Die beiden Wertinger Holz-, Geh- und Radwegbrücken, Brücke 3 (Richtung Reatshofen) und 4 (über die Laugna), erhielten die Zustandsnoten 2,2 bis 2,9. Das heißt in Worten ausgedrückt: " befriedigender bis noch ausreichender Bauzustand". Eine Sanierung dieser beiden Bauwerke wird derzeit geprüft.

Bei den "ungenügenden" Brücken sieht die Sache dagegen anders aus. Der Neubau der Aufbachbrücke ist für das kommende Jahr vorgesehen. Der Zuschussantrag ist bereits in Vorbereitung. Die Kosten dazu schätzt Christian Neidlinger im niedrigen sechsstelligen Euro-Bereich.

Zu niedriges Geländer

Die Sanierung der Ratzenbachverrohrung und der Neubau Stuhlerbrücke werden in das Haushaltsjahr 2017 eingeplant. Noch nichts entschieden ist derzeit bei der Reichenbachbrücke von Hirschbach nach Neuschenau. Sie fällt zwar auch in die Kategorie der Note 4, stellt aber keinen unmittelbaren Gefahrenzustand dar. Dort sei lediglich das zu niedrige Gelände moniert worden, erklärt Neidlinger.Priorität haben dagegen die Straßenbauarbeiten an der Bliensbachbrücke. Sie beginnen bereits am 1. Juni. Dadurch müsse die Alte Straße in Gottmannshofen bis Ende Dezember gesperrt werden, so Neidlinger.
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