Andreas Reimann - In der Kirche daheim!

Von Marion Buk-Kluger

Ein Konditor und sein Leben mit dem Glauben.

Die Kirche ist Andreas Reimann sehr wertvoll. „Ich bin in der Kirche schon lange daheim“, und er hat auch schon viel ehrenamtlich in und für die Kirche, seiner Gemeinde in Herbertshofen gemacht. Daher lag es nahe, dass der junge Mann letztes Jahr beschloss, auch eventuell beruflich in der Kirche zu wirken. Allerdings ein komplettes Leben im Dienste seiner Religion zu führen, etwa als Pfarrer, da sieht sich Andreas Reimann derzeit nicht. Bei der Würzburger Domschule absolviert er daher parallel zu seinem erlernten Beruf – er ist Konditor – ein Fernstudium, an dessen Ende drei mögliche Berufe stehen: Gemeindereferent, Pfarrhelfer oder nebenamtlicher Religionslehrer.

„Ich dachte, ich beginne mit dem Kurs, ich kann ja nichts verlieren.“ Der Herbertshofener kommt eigentlich nicht aus einer Familie, in der es vorprogrammiert war, dass es ihn sowieso zur Kirche ziehen würde. „Nach der Kommunion wurde man halt Ministrant, wir waren ein Haufen. Es war immer witzig, die Kameradschaft stand aber zunächst im Vordergrund.“ Doch daraus wuchs bei ihm immer mehr das Interesse und die Begeisterung für den Glauben. Der 25-Jährige hat den Großteil seiner Freunde zwar schon im Bereich der Kirche, aber auch welche, die diese intensive Beziehung zur Religion nicht teilen. „Aber das akzeptiert man in einer Freundschaft und es gehört dazu, dass man unterschiedliche Anschauungen haben kann. Das ist der gegenseitige Respekt, der zu einer Freundschaft gehört!“

Positiv ist für ihn, dass die Kirche ein großer Arbeitgeber für viele Menschen ist. Und bald könnte sie es auch für ihn werden. „Ich bin jetzt erst einmal mit dem Grundkurs fertig, man muss sehen wie es weitergeht.“ Aktuell ist er aber schon lange stark im Gemeindeleben in Herbertshofen involviert: Er ist im Pfarrgemeinderat, unterstützt die Messnerin, macht Jugendarbeit, organisiert Feste mit und ist stark in der Liturgie eingebunden. „Ich bin in Gottesdienstformen, die ohne Priester abgehalten werden können, aktiv.“

Aber was genau fasziniert ihn am Glauben, was gibt ihm die Kirche?

„Viel und ich tue es für mich, mir macht es Spaß zuhause mit dem Gotteslob eine Andacht zu gestalten. Und diese dann als eine Art Vorbeter in der Gemeinschaft vorzutragen. Es gibt nichts Schöneres, wenn eine Gemeinschaft zusammen ist und man z.B. den Kreuzweg betet oder eine Maiandacht, oder wenn man gemeinsam singt!“ Seine Verwurzelung im Glauben half ihm auch über Krisenzeiten, durchaus auch untereinander in der Gemeinde, hinweg.

Neben seiner intensiven Kirchenarbeit ist Andreas Reimann in Herbertshofen auch noch Vorstand beim Spielmannszug, ist in anderen größeren Vereinen im Ort aktiv: „Wenn Feste sind, bin ich meistens die Haus- und Hofbedienung“, so Reimann schmunzelnd, „weil ich das einfach sehr gerne mache.“ Und wenn es nötig ist, dann setzt er auch sein Konditorenhandwerk ein und liefert Kuchen. Beim alljährlichen Krauthobeln des Gartenbauvereins im Oktober macht er zudem traditionell „Auszogene“. Und bei den Schützen spielt er außerdem noch bei den Theateraufführungen mit.

Ein ausgefülltes Leben mit dem Glauben, aber auch mit dem gesellschaftlichen Leben in Herbertshofen, das Andreas Reimann sehr bereichert:
„Ich bin gern mit Menschen zusammen, denn man trifft verschiedene Personen. Und dadurch lernt man viel für das eigene Leben hinzu!
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