Anwohner an der Hans-Sachs-Straße schlagen Alarm

Eine Tiefgaragenzufahrt über die Hans - Sachs - Straße zum Neubaugebiet an der Donauwörther Straße wollen die Anwohner der bisherigen Sackgasse unbedingt vermeiden.
Tiefgaragenzufahrt zum Baugebiet an der Donauwörther Straße 23 sorgt für viel Diskussionsstoff

Peter Heider

Meitingen. 13 Wohneinheiten mit Erdgeschoss sowie zwei Einfamilienhäuser plant die Meitinger Firma Wohnbau Kraus auf einem Grundstück an der Donauwörther Straße 23 zu errichten. In diesen neuen Gebäuden ist eine Tiefgarage vorgesehen, deren Zufahrt über die Hans-Sachs-Straße, bisher eine Sackgasse, erfolgen soll. Das aber sorgt für großen Unmut bei den anliegenden Grundstückseigentümern und Bewohnern, die eine Erschließung über die Donauwörther Straße fordern. Laut Gutachten des Bauträgers werden etwa 90 Fahrbewegungen pro Tag erwartet, was über das Jahr gesehen ca. 33 000 ausmacht. In einer Sitzung des Meitinger Plan- und Werksausschusses stand das Thema erneut zur Debatte. Allerdings ging es dabei hauptsächlich um die Frage, ob die Zufahrt eine Breite von vier Metern überschreiten darf und ob eventuell drei zusätzliche kleinere Gebäude in Form von Garage, Fahrrad- und Mülltonnenhäuschen außerhalb der Baugrenzen stehen dürfen. „Für etwaige anstehende Lärmbelästigungen“, so Bürgermeister Michael Higl, „sei man in der Marktgemeinde nicht zuständig, dies sei Sache des Landratsamtes“. Die Frage der Zufahrt zur Tiefgarage wurde aber dennoch diskutiert. Der Fraktionsvorsitzende der Freien Wähler, Fabian Mehring, erklärte, dass ein solch massives Bauvorhaben an dieser Stelle zwar städtebaulich durchaus sinnvoll sei, aber die Zufahrt müsse über die Donau-wörther Straße und nicht an den Grundstücken der Hans–Sachs–Straße eingerichtet werden. Ähnliche Zufahrtsfälle sind in der St. Wolfgangstraße vorhanden und auch dort müssen die Anwohner die Tiefgaragenzufahrt in Kauf nehmen, konterte Claudia Riemensperger, CSU- Fraktionsvorsitzende und dritte Bürgermeisterin in der Marktgemeinde. Dazu erklärte Fabian Mehring, dass in diesem Falle die Rechtslage eindeutig sei und beantragte erneut das die Zufahrt von der Donauwörther Straße aus zum neuen Baugebiet. Nicht befürwortet und somit abgelehnt wurde vom Ausschuss die Befreiung von den Vorgaben des Bebauungsplanes für Garagen sowie für eine Zufahrtsbreite von mehr als vier Metern, Müll- und Fahrradhäuschen wurden jedoch eine Befreiung erteilt. Aber wie geht es nun weiter mit der Zufahrt? Bauunternehmer Uli Kraus sagte dazu, das er der Forderung nach einer Erschließung über die Donauwörther Straße nicht zustimmen könne, denn“, so der Unternehmer, „wäre die Nutzung des Grundstückes sehr stark eingeschränkt und die Erschließung nicht nur erheblicher aufwendig, sondern würde sich auch sehr schwierig gestalten da die Hans-Sachs –Straße 1,70 Meter tiefer als die die Donauwörther Straße liegt. Des Weiteren liegt der Hauptsammler – Kanal ungünstig an der Ostseite des Grundstücks. „So müsste wegen des erforderlichen Abstands zur Tiefgarageneinfahrt das Haus letztlich weiter in den hinteren Teil des Grundstücks platziert werden, wodurch jedoch die Ausnutzung der Wohnfläche grenzwürdig wäre“, erklärt Kraus.
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