Auch im Alter von 80. Jahren kennt Walter Held keine Langeweile

Gratulantenrunde beim 80. Geburtstag von Walter Held, (hintere reihe von links) Andreas Sladetzek (FF Erlingen), Petra Pohl (TSV Herbertshofen), Sandra Jäckel (Sparclub Erlingen), Lothar Grimm (Edelweiss - Schützen Gögingen), Bernd Schey (Musikverein Erlingen sowie (vordere Reihe sitzend) Bürgermeister Michael Higl, Jubilar Walter Held und Altbürgermeister Alfred Sartor
 

Meitingen – Erlingen. Die Geburtstagsfeier war perfekt geplant, doch nach einem häus-lichen Unfall wurden die Feierlichkeiten plötzlich in Frage gestellt. Wenige Tage vor seinem 80. Geburtstag zog sich der Jubilar Walter Held durch eine Unachtsamkeit in den häuslichen Räumlichkeiten eine Wirbelsäulenfraktur zu. Nach mehreren fachärztlichen Behandlungen entschloss sich der Jubilar, ein gebürtiger Gögginger, trotz der schweren Verletzung, seinen 80. Geburtstag wie geplant und vorgesehen im großen Rahmen zu feiern. Der Jubilar kann auf bewegte 80 Lebensjahre zurückblicken, die von großem En-gagement in Vereinen und der Politik geprägt waren und auch noch sind. Nach Beendi-gung der Schulzeit begann Walter Held eine Lehre in einer Schreinerei in Siebenbrunn. „Jeden Tag, egal ob Sommer oder Winter, fuhr ich drei Jahre lang durch den Sieben-tischwald zu meiner Lehrstelle und hatte auf dem Weg in die Schreinerwerkstatt in den frühen Morgen- oder späten Abendstunden bei Dunkelheit schon öfters Angst“, blickt der Jubilar zurück. Im Jahr 1953 trat Walter Held in den Schützenverein Göggingen ein und ist den Telljüngern bis heute als Vereinsmitglied treu geblieben.1956 fand eine berufliche Veränderung statt, Held fand eine Anstellung bei der Firma Ferrozell in Inningen, bei der er bis zu seinem Ruhestand im Jahre 1993 tätig war. Bei Ferrozell, wo er als Dreher tätig war, wirkte er 20 Jahre im Betriebsrat mit, war 27 Jahre AOK Vertreter für die Arbeiter und 35 Jahre Feuerwehrmann. Sein großes Hobby war aber bereits in Jugendjahren ist heute noch der Fußball. So schnürte er mehrere Jahre für den damaligen BC Augsburg, der Heimatverein von Fußballidol Helmut Haller, die Fußballstiefel und wurde mittlerweile zum Ehrenvorsitzenden des Schwäbischen Helmut Haller Fanklub ernannt. 1961 trat Walter Held mit der Erlingerin Waltraud Probst in Biberbach vor den Traualtar. „Meine Frau lernte ich an meinem 21. Geburtstag kennen und wusste sofort, die oder keine“, schmunzelt der rüstige 80 – jährige. Im Laufe der glücklichen Ehejahre kamen drei Kinder, die Töchter Gabi und Jutta sowie Sohn Klaus zur Welt. Mittlerweile gehören zum Kreis der Familie auch sechs Enkelkinder und ein Urenkel. Mittlerweile hatte sich Walter Held dem TSV Her-bertshofen angeschlossen bei dem er unter Trainer Otto Behner in mehreren Fußball-teams aktiv mitwirkte und später das Amt des Fußball – Abteilungsleiters übernahm. Zwölf Jahre war Walter Held im Meitinger Marktgemeinderat für die Unabhängige Wahlgemein-schaft (UWG) Erlingen vertreten und wurde erst vor wenigen Monaten für sein Wirken in der Politik und im Vereinswesen von Landrat Martin Sailer mit dem Ehrenzeichen des Freistaates Bayern ausgezeichnet. Held setzte sich dabei immer wieder erfolgreich für die Belange Erlingens im Kreise des Gremiums ein. Seit vielen Jahren kümmert er sich als "Integrationsminister" und zweiter Vorsitzender des 395 Mitglieder zählenden Erlinger Obst und Gartenbauvereins um die Gartler und ist auch im Kreis des Musikvereins Erlingen sowie bei der Freiwilligen Feuerwehr Erlingen ein gern gesehenes Mitglied. Sein großes Hobby ist jedoch der FC Augsburg. „Ich bin Dauerkartenbesitzer und lasse mir fast kein Spiel des FCA in der heimischen Arena entgehen“, strahlt der überzeugende FCA – Fan der zuletzt noch stolz erklärt: „Einmal BCA – immer FCA“. In der Erlinger Sportgaststätte wurde das Geburtstagsjubiläum gebührend gefeiert. „Walter Held ging immer mit offenen Augen durch Erlingen um sich für die Belange der Bürgerinnen und Bürger des Dorfes einzusetzen“, sagte Higl, der noch schmunzelt ergänzte, dass wenn er heute alle Anträge des Jubilars an den Marktgemeinderat vorlesen würde, dies den Rahmen der Feier sprengen würde. Eine besondere Freude bereitete dem Jubilar der Musikverein Erlingen, der ein ausgiebiges Ständchen zum Besten gab sowie die „Herbertshofner Buam“, die mit einer Gesangseinlage die Lachmuskeln der Gäste heftig strapazierten. Zum Kreis der Gratulanten gehörten neben der Familie, Freunden, Nachbarn und Vereinsvertretern auch Bürgermeister Michael Higl und Altbürgermeister Alfred Sartor mit Gattin Gisela.
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