Die "Ära Sator" ist vorbei

Vor der Kapelle des Johannesheimes zeichnete Domkapitular Andreas Magg (zweiter von rechts) im Beisein von Heimleiter Stefan Pootemans, der Zweiten Vorsitzenden Elfriede Kraus, stellvertretenden Landrat Heinz Liebert und Bürgermeister Michael Higl (von links) Alfred Sartor (dritter von rechts) mit dem Elisabeth Preis des Caritasverbandes aus. Foto: Peter Heider


Zwölf Jahre bekleidete der Meitinger Altbürgermeister und Ehrenbürger Alfred Sartor das Amt des Ersten Vorsitzenden des Vereins Johannesheim. Vor wenigen Tagen legte er den Vorsitz in jüngere Hände. Sein Nachfolger im Amt des Ersten Vorsitzenden ist künftig Domkapitular und Diözesancaritasdirektor Andreas Magg. Dieser überreichte Sartor bei dessen Verabschiedung für seine Verdienste zum Wohle des Vereins die höchste Auszeichnung des Caritasverbandes der Diözese Augsburg, den Elisabeth-Preis des Bistums für soziales Engagement.

"Neben den kleinen und großen Aufgaben des Alltages hat sich Alfred Sartor um das Johannesheim wahrlich verdient gemacht", betonte Magg in seinen Dankesworten. Die "Ära Sartor" sei besonders von zahlreichen Bau- und Umbaumaßnahmen geprägt gewesen, kein Stein sei auf dem anderen geblieben und habe somit dazu beigetragen, dass das Johannesheim zu einem Generationshaus für Alt und Jung wurde.

Alfred Sartor wurde 1993 nach dem plötzlichen Tod des bisherigen Zweiten Vorsitzenden Paul Schwenk zu dessen Nachfolger gewählt. Nach vielen Jahrzehnten als Erster Vorsitzender gab im Juli 2004 Prälat Hermann Lutz das Amt an Alfred Sartor ab.

Bereits im August 2005 folgte die erste Herausforderung für den früheren Meitinger Rathauschef, denn es begann der Umbau des ehemaligen Schlosses. Dabei wurde die Verwaltung in den zweiten Stock verlegt, um im ersten Stock Platz für den Montessori Kindergarten zu schaffen. Bereits im September desselben Jahres nahm der Kindergarten seinen Betrieb auf. Es folgte die Planung für den Ausbau des fünften Stockes, in dem eine Erweiterung des Betreuten Wohnens mit 32 Wohnungen in Erwägung gezogen wurde. Ende Oktober war der Ausbau realisiert, die Eigentümer konnten einziehen. Es folgten während einer dritten Bauphase der Kapellenbau, die Anschaffung eines Blockheizkraftwerks sowie der Abschluss der Parkerweiterung.

Im Rahmen der Verabschiedungsfeier bezeichnete der stellvertretende Landrat Heinz Liebert das Johannesheim als ein Leuchtturmobjekt im nördlichen Landkreis, zu dem Alfred Sartor mit seiner Leidenschaft und Ausdauer sowie durch seine Fortschrittlichkeit und sein Durchsetzungsvermögen viel beigetragen habe. "Geradezu visionär sei es gewesen, in dem Heim eine neue Richtung einzuschlagen und dabei die Idee zu verwirklichen, betreutes Wohnen und den Montessori-Kindergarten unter ein Dach einzubringen", sagte Bürgermeister Michael Higl. "Nun" so Higl, " sei das Haus zur Freude der Senioren dank Sartors Ideen zu einem Mehrgenerationenhaus geworden.

Schmunzelnd berichtete Heimleiter Stefan Pootemans, dass man während der Bauphasen nicht immer einer Meinung gewesen seik, doch habe man sich letztlich immer gut ergänzt. Sartor stellte letztlich zufrieden fest, dass man viel bewegt habe. "Das Johannesheim als Mitte Meitingens ist sowohl finanziell als auch räumlich gut aufgestellt und der neu gestaltete Park ist für mich ein Alleinstellungsmerkmal des Mehrgenerationenhauses", freute sich der ehemalige langjährige Vorsitzende zum Ende der offiziellen Feierlichkeiten. (Peter Heider )
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