Die Bernhard-Monath-Straße in Meitingen

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Zusammengestellt von Marion Buk-Kluger, mit freundlicher Unterstützung von Adolf Fischer bei der Recherche und der Bildbereitstellung.

Zu Ehren des LEW-Direktors - Alles Wissenswerte über Direktor Bernhard Monath, den Namensgeber dieser Straße.

Bernhard Monath stammte aus einer angesehenen Familie in Nürnberg, dessen Vorfahre Peter Conrad Monath, geboren 1683 einen Buch und Kunstverlag aufbaute, den sein Sohn Georg Peter Monath 1739 übernahm. Dazu gehörte auch eine Niederlassung in Wien. Die Familie besaß das heute noch zu sehende „FEMBO HAUS“, in dem das Stadtmuseum Nürnberg untergebracht ist.
Bernhard Monath, geboren am 24. Juli 1877, heiratete am 15. Juni 1902 die Fabrikantentochter Johanna Hess. Er lebte bis 1920 in Württemberg und ging dann anschließend nach Augsburg , wo er in der sogenannten „Eserwall-Villa“ Nr. 8 wohnte.
In seiner Eigenschaft als Direktor der L. E. W. Augsburg war er maßgeblich an dem Bau des Elektrizitätswerkes in Meitingen beteiligt.

Zu seinem beruflichen Werdegang hier ein Auszug aus der Schwäbischen Zeitung (Nummer 22* 14/107 Jahrgang * Dienstag, 28. Januar 1958) zum Anlass seines Todes am 27. Januar 1958 in Augsburg.


Dir. Bernhard Monath gestorben

Das langjährige Vorstands- und Aufsichtsratmitglied der Lech Elektrizitätswerke AG Augsburg, Dir. Bernhard Monath ist im 81. Lebensjahre verschieden. Monath, der am 24. Juli 1877 in Nürnberg geboren war, war vor seiner Berufung nach Augsburg ordentliches technisches Vorstandsmitglied der Kraftwerke Altwürttemberg AG in Ludwigsburg. Im Jahre 1920 kam er in gleicher Eigenschaft zu den Lechwerken Augsburg. Hier widmete er sich in unermüdlicher Arbeit der Erweiterung und Verbesserung der Stromerzeugungsanlagen und des Stromverteilernetzes. Während seiner Vorstandschaft wurden von den Lechwerken u. a. folgende große Unternehmungen durchgeführt ;der Neubau der Wehranlage zum Wasserkraftwerk der LEW in Gersthofen, in den Jahren 1924/25,die Errichtung des Umspannwerkes in MEITINGEN, durch das die Lechwerke an das 1000 000-Volt-Netz der Bayernwerk AG angeschlossen wurden, ferner der Ausbau einer Reihe von Leitungen und Stationen, durch die eine planmäßige Verbundwirtschaft mit dem Rheinisch – Westfälischen Elektrizitätswerk ( REW ) und mit angrenzenden Versorgungsunternehmen ermöglicht wurde. Unter Monath erfolgte auch die Beteiligung der Lech – Elektrizitätswerke AG Augsburg an der Unteren Jller AG München und damit an den Kraftwerken dieser Gesellschaft. Es ist das Verdienst von Direktor Monath, dass er rechtzeitig den Wert der für alle Beteiligten so bedeutsamen Verbundwirtschaft erkannt hat. Dadurch hat er sich gleichzeitig um die schwäbische Wirtschaft im Allgemeinen verdient gemacht. Denn durch die Bereitstellung der nötigen Energiekräfte wurde die weitere Entwicklung gerade der industriellen und gewerblichen Betriebe der schwäbischen Wirtschaft in entscheidender Weise gefördert. Darüber hinaus kommt die gesicherte Stromversorgung in breiter Streuung auch der Landwirtschaft und den Haushaltungen des LEW – Versorgungsgebietes als unentbehrlicher Fortschritt zugute. In der Nachkriegszeit haben sich die Lechwerke unter dem heutigen Vorstand den Strombezug aus dem Ausbau der Lechstufen unterhalb Meitingen gesichert.

Direktor Monath selbst schied Anfang 1946 mit Erreichung der Altersgrenze aus dem aktiven Dienst des Unternehmens aus. Seine Verdienste um die Gesellschaft wurden durch seine Wahl in den Beirat und sodann in den Aufsichtsrat der Lech – Elektrizitätswerke AG gewürdigt. Den fachlichen Bereich hat Monath, der in Fragen der Elektrizitätswirtschaft über Bayern hinaus einen Ruf genoss, auch als Mitglied der Vollversammlung der Industrie – und Handelskammer Augsburg ( 1927 bis 1940 ) vertreten. In der Geschichte der Lechwerke wird Direktor Bernhard Monath, der die Gesellschaft zwischen den beiden Weltkriegen an hervorragender Stelle repräsentierte und ihre Aufgaben wesentlich voranbrachte, stets mit Ehren genannt bleiben.

Ein Nachkomme, der Enkel Rudolf Monath, lebt heute noch in Graben bei Landsberg, der Adolf Fischer freundlicherweise Fotos und Dokumente zur Verfügung stellte.

Die Veränderung der Straße


Die Bernhard Monath Sraße, ist ein ehemaliger Fußweg in die Lechauen und später dann ein Feldweg, der beim Bau des Kraftwerkes zur Straße ausgebaut wurde. Nach und nach entstanden dann die Häuser. Im Bereich neben dem alten Friedhof und wo das heutige Restaurant „Ritter Albert“ steht, befanden sich große Kiesgruben.

Die Bilder zeigen die verschiedenen Häuser in der Bernhard-Monath-Straße sowie den Namensgeber.
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