Drei Brücken für zwei Millionen

Verschafften sich einen Eindruck über den Stand der Vorbereitungsarbeiten für den Drei-Brückenbau (von links): Thierhauptens Bürgermeister Toni Brugger, Uwe Fritsch, Landtagsabgeordneter Georg Winter, Robert Moser und Meitingens Rathauschef Michael Higl. Foto: Peter Heider

Nein, nicht über sieben Brücken muss man gehen, sondern über drei neue Brücken kann man bald spazieren oder radeln. In den kommenden Wochen wird mit dem Bau der drei Flusskreuzungen entlang der Staatsstraße 2045 zwischen den Marktgemeinden Meitingen und Thierhaupten begonnen.

"Die Brücken über den Lech, den Lechkanal und einen Überflutungskanal sollen mehr Verkehrssicherheit für Fußgänger und Radfahrer aber auch für Autofahrer gewährleisten", erklärt dazu Landtagsabgeordneter Georg Winter. Vor wenigen Tagen wurde der Bauauftrag, für den sich sechs Bieter beworben hatten, an die Firma Hubert Schmid aus Marktoberdorf vergeben. Die Auftragssumme beläuft sich auf 2 269 000 Millionen Euro.
Gebaut werden die Brücken auf Meitinger Seite südlich der Staatsstraße, auf Thierhauptener Gebiet auf der nördlichen Seite der Verbindungsstraße. Mit den eigentlichen Bauarbeiten soll Anfang des Monats April begonnen werden. Derzeit werden vorbereitende Arbeiten durchgeführt.

"Dank der rechtzeitigen Anmeldung der Maßnahme konnte der Radweg Thierhaupten noch in das Sonderbaulastprogramm aufgenommen werden", so Winter beim Ortstermin an der Lechbrücke. Die Geh- und Radwegbrücken werden demnach von den Marktgemeinden Thierhaupten und Meitingen in kommunaler Sonderlast mit Fördermitteln des Freistaates Bayern gebaut. Vom Freistaat werden etwa 75 Prozent übernommen.

Das Staatliche Bauamt Augsburg habe die beiden Gemeinden durch die Übernahme der Bauherrenaufgabe unterstützt und die Bauarbeiten zusammen mit einem Ingenieurbüro geplant und öffentlich ausgeschrieben, erklärte Robert Moser, Baurat bei dem Augsburger Amt. Die Pläne wurden laut Moser so ausgeschrieben, dass sie den "naturfachlichen Ansprüchen entsprechen, da auch der Flussregenpfeifer in diesem Bereich sich niedergelassen hat".

Die Bauarbeiten selbst können überwiegend außerhalb der Staatsstraße 2045 ausgeführt werden. "Es sind lediglich Baustellenzufahrten erforderlich", erläuterte Uwe Fritsch, Baudirektor und Leiter Straßenbau beim Staatlichen Bauamt Augsburg. Eine kurzzeitige Einschränkung des Verkehrs auf der Staatsstraße, so Fritsch, werde voraussichtlich beim Erheben der Fertigteile erforderlich.

Hauptgrund für die Baumaßnahme: Sicherheit für Fußgänger und Radfahrer, aber auch für Autofahrer durch die Trennung der Straßen. "Täglich", betonte Thierhauptens Bürgermeister Toni Brugger beim Ortstermin, "fahren durchschnittlich 200 Radfahrer, mit steigender Tendenz, über die Brücken".

"Zwischenzeitlich", ergänzte Meitingens Bürgermeister Michael Higl, "wurde die Strecke zwischen Meitingen und Thierhaupten aufgrund des fehlenden Radweges als ein Unfallschwerpunkt eingestuft".

Bis zum Frühjahr 2017 sollen die Arbeiten abgeschlossen werden. (Peter Heider )
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