Herbertshofner Ortsdurchfahrt steht im Fokus der Straßenbauprojekte 2018

Zu den Großprojekten in der Marktgemeinde Meitingen gehört in diesem Jahr die Großsanierung der Herbertshofner Ortsdurchfahrt die etwa 3,1 Millionen Euro verschlingen wird
 

Vollausbau der 1,4 Kilometer langen Hauptstraße im Meitinger Ortsteil kostet über drei Millionen Euro. Auch die Mühlstraße muss saniert werden.

Meitingen – Herbertshofen. Nach längeren Diskussionen hat der Planungs- und Werkausschuss des Marktgemeinderates Meitingen in einer der letzten Sitzungen im vergan-genen Jahr 2017 grünes Licht für einen Vollausbau der Ortsdurchfahrt im Ortsteil Herbertshofen gegeben. Bürgermeister Michael Higl beziffert den Kostenpunkt der Maßnahme auf etwa 3,1 Millionen Euro. Da die Ortsdurchfahrt schon seit längerer Zeit erhebliche Mängel aufweist ist man nach finanziellen Erkenntnissen zu Entschluss gekommen, den Vollausbau gegenüber einer Sanierung vorzuziehen. Im Fall einer Sanierung würden Kosten in Höhe von etwa 2,7 Millionen Euro auf die Marktgemeinde zukommen, ein Vollausbau würde dagegen „nur“ 400 000 Euro mehr, als 3,1 Millionen Euro kosten verursachen. „Deshalb sei ein Vollausbau am sinnvollsten“, unterstützt Higl den vom Werkausschuss befassten Beschluss. Im Finanzplan für die Jahre 2019 und 2020 des Marktes Meitingen hat man für diese Ausbaumaßnahme insgesamt drei Millionen Euro bereitgestellt, ein genauer Zeitpunkt wurde noch nicht festgelegt da auch die Wasserleitung erneuert und der Abwasserkanal saniert werden muss. Die Herbertshofner Ortsdurchfahrt gehört im Markt Meitingen zu einer der fünf Gemeindestraßen, die auf Grund ihres schlechten Zustands oberste Priorität im Sanierungskonzept haben. In dieses Konzept ist auch die Mühlstraße in Herbertshofen mit einbezogen. Diese Straße, die um das Jahr 1990 fertiggestellt wurde, hat den lieblosen Beinamen „Schlackestraße“ denn in diese Straße wurde wie in einigen weiteren Ortsstraßen der Marktgemeinde vor Jahrzehnten Schlacke der Lech- Stahlwerke eingebaut. Seitdem machen diese Straßen immer wieder Probleme und haben somit einen hohen Sanierungsbedarf. Der Straßenunterbau, der für diese Probleme sorgt, stammt aus dem Jahr 1983. „Schon wenige Jahre später hat man des Schlackenproblem erkannt und es wurde dafür sogar ein Beweisgutachten erstellt“, sagt dazu der Fraktionsvorsitzende der Freien Wähler Meitingen, Fabian Mehring. Der Planungsausschuss hat einstimmig beschlossen, dass diese 120 Meter lange Straße im Bereich der schlimmsten Schäden saniert werden soll womit einem Vollausbau eine Absage erteilt wurde. Dieser Vollausbau hätte rund 430 000 Euro verschlungen, davon schon allein 120 000 Euro die Schlackenentsorgung. Die Sanierungsmaßnahmen dagegen wird sich bei 120 000 Euro einpendelt, wobei die Anlieger von einer Kostenbeteiligung verschont bleiben werden. „Der Rechtslage nach“, betont Mehring, „hätte man daher vom 1995 bis ins Jahr 2015, als zwanzig Jahre Zeit gehabt um eine vollständige Sanierung ohne finanzielle Belastung der Bürgerinnen und Bürger zu veranlassen“. „Dass man nun zwei Jahre nach Ablauf dieser Frist über ein Flickwerk diskutieren muss ist einzig damit zu begründen, dass sowohl der ehemalige Bürgermeister Alfred Sartor als auch Bürgermeister Michael Higl die Problematik vor sich her geschoben, verschlafen und verzögert haben“, erläutert Mehring die jetzige Situation. Die Mühlstraße ist in Meitingen kein Einzelfall, denn es gibt im Bereich der Marktgemeinde Meitingen mehrere solcher Schlackenstraßen die in den 80er Jahren entstanden um den Kiesabbau zu schonen.
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