Im Oktober soll der Hochbehälter in Gottmannshofen fertig sein

Ein Mitarbeiter der Firma Hydro-Elektrik erklärt die Funktion der Maschine, die die Edelstahlbahnen im Inneren des Gottmannshofer Hochbehälters zusammenschweißt. Foto: Ulrike Hauke


Das Bauprojekt "Hochbehälter Gottmannshofen" befinde sich derzeit in einer äußerst interessanten Phase, sagte Jürgen Schneider, Projektleiter des bauplanenden Ingenieurbüros SLi mbH in Augsburg, als er Bürgermeister Willy Lehmeier, Stadträte, Stadtbaumeister Anton Fink und Wassermeister Norbert Brunner sowie interessierte Kommunalvertreter anderer Gemeinden vor Ort begrüßte. Vor Kurzem ist mit der Ausführung der Ausrüstung im Innenbereich des Hochbehälters begonnen worden, nachdem die Außenhülle samt Holzfassade so gut wie fertig ist.

Schneider erklärte: "Derzeit werden die beiden Edelstahlbehälter mit einem Gesamtvolumen von 900 Kubikmeter gefertigt, die die vorhandenen Wasserspeicher mit einem Volumen von derzeit circa 500 Kubikmeter ersetzen werden." Mit einer ganz speziellen Technik arbeitet das Unternehmen Hydro-Elektrik GmbH aus Ravensburg an der Umsetzung des Vorhabens. Allein die Länge der Schweißnähte, die das Unternehmen setzt, um die Edelstahlbehälter dicht zu bekommen, belaufen sich auf circa 600 Meter. Schneider versicherte: "Dieser Hochbehälter ist eine der modernsten Anlagen, die heutzutage in der Wasserversorgung angeboten werden." Die Hauptkosten würden schon lange nicht mehr im Errichten der Gebäude, sondern in der Ausführung der technischen Anlagen beruhen. "Die Anforderungen gehen immer mehr in die Hygienesicherung der Behälter."

Bürgermeister Lehmeier fasste während der Besichtigung kurz zusammen, warum sich die Stadt 2014 für einen Neubau in Gottmannshofen entschlossen hatte: Eine baufällige Gebäudesubstanz des Wasserhauses wie der unterirdisch gelegenen beiden Wasserbecken und zu wenig Wasservolumen für heutige Verhältnisse. "Allein für die Ortsteile Gottmannshofen, Reatshofen und Bliensbach benötigen wir in Spitzenzeiten täglich knapp 550 Kubikmeter an Wasser, hinzu kommen noch eine Löschwasser- und Mindestreserve, welche im Hochbehälter vorgehalten werden müssen."

Der Bürgermeister zeigte sich erfreut, dass sich für die angesetzten Baukosten von rund 1,5 Millionen Euro bislang keine Überschreitungen andeuten. Ebenfalls werde voraussichtlich die geplante Bauzeit von Mai 2106 bis zum Oktober 2017 eingehalten, so dass der Hochbehälter im Herbst seine Funktion aufnehmen soll. Bereits in einem früheren Besichtigungstermin erklärte Lehmeier, dass für die Bürger trotz des Neubaus keine Wasserpreiserhöhungen ins Haus stehen.

Im Anschluss führte Schneider und Vertreter der Firma Hydro-Elektrik die Baustellenbesucher ins Innere des Hochbehälters, um die technische Ausführung der Schweißarbeiten an den Edelstahlbehältern zu demonstrieren. (Ulrike Hauke )
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