In Meitingen wird das Wasser teurer

Im Zuge des Faulturmneubaus (im Hintergrund) in der Kläranlage Ostendorf wurde auch ein neues Blockheizkraftwerk errichtet. Foto: Peter Heider


Lang schon wird in Meitingen über die Wasser- und Abwassergebühren diskutiert. Steigen sie oder nicht? Wenn ja - wie hoch?

In einer Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses stellte Kämmerer Karl-Heinz Mayer jetzt klar: Die Gebühren werden angehoben. Noch ist jedoch unklar, wie hoch die Mehrkosten für die Bürgerschaft ausfallen werden, um das Defizit zu decken.

Derzeit beträgt die kostendeckende Gebühr 1,13 Euro pro Kubikmeter Abwasser, diese könnte auf 1,35 Euro steigen. Die Wasserabgaben beliefen sich bisher auf 85 Cent pro Kubikmeter und könnten künftig auf 1,08 Euro erhöht werden.

Diese Berechnungen gelten laut Mayer jedoch nicht für die beiden Ortsteile Waltershofen und Ostendorf, da diese nicht an die Wasserversorgung Meitingen angeschlossen sind.

Bis zum Herbst dieses Jahres wird die Verwaltung eine genaue Kalkulation erstellen, denn ab dem 1. Januar 2017 soll die neue Gebührensatzung in Kraft treten.

Bürgermeister Michael Higl sagte dazu, dass Meitingen gesetzlich zu einer Neukalkulation zur Kostendeckung verpflichtet sei. Mayer schilderte, dass sich in den Jahren 2013 und 2014 beim Abwasser ein Fehlbetrag von 109 000 Euro pro Jahr heraus kristallisiert habe. Würden die Gebühren nicht erhöht, so Mayer, betrüge der Fehlbetrag für die kommenden Jahre etwa 136 000 Euro pro Jahr. Beim Wasser belief sich der Fehlbetrag in den Jahren 2013 und 2014 auf jeweils "nur" 68 000 Euro. Würden die Kosten nicht angehoben, könnte sich dieser Betrag bis zum Jahr 2018 auf 125 000 Euro erhöhen. Im vergangenen Jahr betrug der Wasserverbrauch der Meitinger 546 000 Kubikmeter.

Auch Investitionen fließen zum Teil in die Kalkulationen mit ein. So hat die Marktgemeinde in den vergangenen beiden Jahren Sanierungsmaßnahmen, zum Beispiel beim Hochbehälter im Ortsteil Langenreichen, vorgenommen. Die eigentliche große Sanierung des Wasserwerks steht jedoch noch aus. "Die Aufträge sind bereits vergeben, so dass mit den Arbeiten in einigen Wochen begonnen werden kann", gibt Bürgermeister Higl bekannt. Das Investitionsvolumen für weitere Sanierungsmaßnahmen in den nächsten Jahren beträgt 2,89 Millionen Euro.

Im Abwasserbereich wurde im vergangenen Jahr der Faulturm der Kläranlage Ostendorf neu gebaut und in diesem Zuge auch ein Blockheizkraftwerk errichtet. Insgesamt betragen die Investitionen im Bereich Abwasser etwa 3,1 Millionen Euro. (Peter Heider )
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