In Nordendorf bewies Jesko, dass er die feinste Nase in Bayern hat

Siegerehrung bei der bayerischen Fährtenhundemeisterschaft in Blankenburg: Jugendsieger Daniel Frei mit Uxana, Kreisgruppenobmann Thomas Lehner, Gerhard Klügl, Jugendsiegerin Lea Weichselbaum mit Benji, Frank Holler, Edgar Huber, Ottmar Schwentzek, Franz Bissinger mit Tina, Hartmut Preuss, Ottmar Schneider mit Jesko und Wolfgang Wolf (von links). Foto: Peter Heider


Bei trübem und nasskaltem Wetter richtete der Hundesportverein (HSV) Nordendorf, der im Jahr 2002 gegründet wurde, zum elften Mal die bayerische Fährtenhundemeisterschaft aus. Dabei gingen Gebrauchshunde der verschiedensten Rassen aber auch Mischlinge auf den abgeernteten Äckern zwischen den Ortschaften Blankenburg und Ortlfingen auf die Suche nach zehn ausgelegten Objekten. "Es werden kleine Gegenstände wie Lederteile, Teppichreste oder auch Hölzer ausgelegt, die der Hund mit seinem Geruchssinn finden soll", schilderte der aus Kempten angereiste Fährtenleger Alfred Uhl. An dem gefundenen Gegenstand", so Uhl, muss der Hund anschließend verweilen bis er mit Lobesworten von seinem Begleiter bedacht wird. Die Vierbeiner mussten unter der Aufsicht ihrer männlichen oder weiblichen Führer jeweils eine Fährte von einer Gesamtlänge, die zwei Kilometern betrug und erst drei Stunden alt sein durfte, absuchen und zurücklegen.

20 Hundebesitzer aus Bayern nahmen mit ihren geschulten Vierbeinern an der zweitägigen Veranstaltung teil. Alle Fährtenhundeführer zeigten sich von dem umfangreichen dreitägigen Programm, das nicht nur von mühsamer Spurensuche auf unwegsamen Äckern, sondern auch von Geselligkeit geprägt war, durchaus angetan. Dabei mussten Hunde und Begleiter matschige und von Regen durchweichte Bodenverhältnisse in Kauf nehmen. Maximal konnten die Hunde 200 Punkten erreichen, die drei Erstplatzierten Hunde qualifizierten sich außerdem für die deutsche Meisterschaft, die in Kürze in Wesel im Ruhrgebiet ausgerichtet wird.

Beurteilt wurden die Fähigkeiten der Hunde von den beiden Leistungsrichtern des Bayerischen Leistungshundeverbandes (BLV) Wolfgang Wolf aus Miesbach und Ottmar Schwentzek aus dem Raum Landsberg.

"Die Bedingungen der Fährtensuche, vor allem auf den abgeernteten Gewürzfeldern, müssen sehr anspruchsvoll für die Tiere sein, damit die Qualifikation zur deutschen Meisterschaft erreicht werden kann", erklärte der Erste Vorsitzende des Nordendorfer Hundesportvereins Frank Holler. Gerhard Klügl, Zweiter Vorsitzender des Vereins, lobte vor allem die hervorragende Zusammenarbeit mit Landwirten und Jägern der Region, die ihre Felder und Jagdreviere für die Fährtenlegung zur Verfügung stellten.

Über den diesjährigen Meistertitel bei der Fährtenmeisterschaft konnte sich Ottmar Schneider aus Röthenbach mit seinem deutschen Schäferhund Jesko, der 196 Punkte bekam, freuen. Den zweiten Platz belegten gemeinsam Franz Bissinger aus Kempten mit seinem Labrador Tina sowie Sabine Jung aus München und ihrem Airdale-Terrier Bo Derek, die beide 192 Punkte von den Richtern erhielten. Mit 185 Punkte wurde Daniel Frei aus Kempten mit seinem Deutsche Schäferhund Uxana Jugendmeister. Auf Platz zwei in der Jugendmeisterwertung kam Lea Weichselbaum aus Hersbruck, deren Hundemix Benji 182 Punkte von der Jury erhielt. (Peter Heider )
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