Josef Dietrich ist ein begeisterter Kakteenzüchter

Eine 30 Jahre alte Agavengruppe, auf die Josef Dietrich besonders stolz ist, muss währen der heißen Sommertage mit viel Wasser versorgt werden.

Ellgau. Manchmal summt er ihn gut gelaunt vor sich hin, den Ohrwurm vom kleinen grünen Kaktus, der von den Comedian Harmonists aus Berlin – Friedenau in den Monaten November und Dezember 1934 aufgenommen wurde und weltweit in den Radios zu hören war und bis heute bei Konzertauftritten von Max Rabe und seinem Palastorchester zu hören ist und Veranstaltungen zum musikalischen Programm gehört. Über so manchen, kleinen grünen Kaktus könnte auch der Ellgauer Hobbygärtner Josef Dietrich, der seit zehn Jahren Mitglied in der Deutschen Kakteen Gesellschaft (DKG) Ortsgruppe Augsburg ist, ein Liedlein pfeifen.

Der Deutschen Kakteen Gesellschaft gehören derzeit etwa 5000 Kaktusfreunde an. „In meinem mit selbst gezüchteten Kakteenarten ausgestatteten Treibhaus fühle ich mich wohl und kann im Kreise meiner stachligen Freunde viele Stunden verbringen und genießen“, schmunzelt Josef Dietrich als er durch die Glastür sein „Kakteenmuseum“ im heimischen Garten betritt. Über 300 Kakteen in den verschiedenster Arten und Größen sind im Treibhaus untergebracht und werden von dem begeisterten Hobbygärtner gehegt und gepflegt. „Es waren in den vergangenen Jahren auch schon 500 Kakteenarten die von mir großgezogen und betreut wurden und dabei viel Zeit und Arbeit in Anspruch nahmen“, erzählt Dietrich. Doch nicht nur allein das Treibhaus und ein Hochbeet sondern auch der Vorgarten des Anwesens ist reichlich mit Kakteen bestückt. Der Hofeingang und die Vorgartenanlage in der Gartenstraße werden von einer Agavengruppe die mittlerweile mehr als 30 Lebensjahre auf dem Buckel hat, sowie Kakteen der Sorte Aloe Vera geschmückt. Aber auch Tilladsien oder Yucca - Kakteen in den ver-schiedensten Variationen und Sorten bereichern das Pflanzensortiment. „Viele Kakteenarten können den ganzen Sommer über von März bis Oktober im Freien untergebracht sein, ehe sie in der kalten Jahreszeit in einen frostfreien Kellerraum untergebracht werden“, erzählt der Ellgauer Kakteenzüchter. Seit mittlerweile fast 50 Jahren ist die Aufzucht und Pflege der stachligen Gewächse, die in verschiedenen Kontinenten und Ländern wachsen und wuchern, das große Steckenpferd von Josef Dietrich. „Ich habe sie richtig ins Herz geschlossen“ lächelt Josef Dietrich beim Anblick der Gewächse. Er fügt aber gleich dazu, dass die Pflege auch nicht ganz ungefährlich sei. „So kommt es schon hin und da einmal vor, das ich mir beim Versetzen oder Gießen der Kakteen mir einen Dorn oder Stachel einziehe der sich erst bis zu 14 Tage später bemerkbar macht ehe er aus der Hand oder dem Arm austritt“,, so der Kaktusfan. Besonders fallen dem Besucher die mit unzähligen langen, stecknadelstarken Stacheln umgebenen sogenannten „Schwiegermutter Sitze“, eine rundförmige Kakteenart, die einen Umfang bis zu 50 Zentimeter sowie ein Gewicht von sechs bis acht Kilogramm erreicht haben, auf. „Da würde ich mich nicht draufsetzen, scherzt der Kakteenverehrer. In wenigen Monaten werden die meisten, nicht frostsicheren Kakteen in den „Winterschlaf“ geschickt und wenn sich im nächsten Jahr wieder die Frühlingssonne zeigt, können die Kakteen wieder frische Luft schnuppern“, freut sich Josef Dietrich.
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