Mammutübung für Nachwuchsfeuerwehrler bei der Freiwilligen Feuerwehr Meitingen

Ihr ganzes praktisches Leistungsvermögen sowie ein vielseitiges theoretisches Wissen mussten die Nachwuchsfeuerwehren aus Meitingen und Waltershofen bei einer 24 - Stunden Mammutübung unter Beweis stellen
 

Meitingen. Wer sich vor wenigen Tagen über das erhöhte Einsatzaufkommen der Feuerwehr in der Marktgemeinde Meitingen verwundert und etwas erschreckt war, konnte sich später erleichtert zurücklehnen. Es war letztlich kein „Ernstfall“. Im Rahmen einer von den Jugend-feuerwehren Waltershofen und Meitingen durchgeführte 24-Stunden-Einsatzübung wurden acht „Einsätze“ realistisch akribisch abgearbeitet.

Zu Beginn wurden die Jugendlichen in Sachen Feuerwehreinsatzfahrzeug geschult und konnten bei der theoretischen Fahrzeugkunde das Meitinger Equipment kennen lernen. Eine Stunde später ertönte bereits ein Alarmsignal in der Fahrzeughalle. Gemeldet wurde ein symbolisierter Brand am Feuerwehrgerätehaus in Waltershofen, der durch eine professionell aufgebaute Löschwasserversorgung schnell ge-löscht werden konnte. Eine zweite, anschließende Meldung lautete: PKW verunfallt und zwei Personen eingeklemmt. Während die „älteren“ Feuerwehrkräfte mit schwerem Gerät hantier-ten, unterbauten die „Jugendlichen“ das Auto und stellten die Lichtversorgung für die bevor-stehende Dämmerung sicher. Dabei erläuterte Kommandant Robert Scherer, dass eine kontinuierliche Patientenbetreuung trotz der technischen Möglichkeiten, die eine Feuerwehr zu bieten hat, keinesfalls außer Acht gelassen werden darf, da im Mittelpunkt des Handels immer der Patienten steht. Zwei Stunden später wurden die Jugendlichen zum dritten Einsatz in die Meitinger Schlossstraße gerufen. Der Einsatzort wurde durch mehrere Trupps erkundet wobei sich heraus stellte, dass in diesem Fall kein aktives Eingreifen der Jugendlichen nötig war. Kurz nach Mitternacht ertönte erneut die Sirene im Feuerwehrhaus und die begonnene Nachtruhe wurde abrupt unterbrochen. Es wurde angenommen dass sich unerlaubterweise Personen in der Meitinger Mittelschule. Die Floriansjünger durchkämmten mit mehreren Trupps das Objekt und konnten nach einer Stunde erleichtert Entwarnung geben. Lediglich drei Personen mussten nach draußen begleitet werden. In den frühen Morgenstunden musste erneut ein Einsatzdurchgeführt werden. Ein Fahrradfahrer hatte sich am Lechkanal durch einen Sturz verletzt und benötige Erste Hilfe. Dies übernahmen die Älteren der Jugendfeuerwehren. Der nächste Einsatz lautete: Rettung einer Person im ersten Obergeschoß eines Hauses die schonend und in waagerechter Position nach unten befördert werden musste. Dabei nutzten die Anwärter die Steckleiter um dieser großen Herausforderung ge-recht werden zu können. Doch damit nicht genug, denn nur wenige Minuten später hieß es erneut ausrücken. Ein Kind wurde durch einen Traktor-Schaufel eingeklemmt. Das Kind musste mittels technischen Gerätes geborgen werden. Auch bei diesem Einsatzszenario wurde auf die Patientenbetreuung großen Wert gelegt. Letztlich rutschte im Langenreichner Wald ein Wanderer circa zehn Meter in die Tiefe und musste gerettet werden. „Besonders hervorzuheben ist, dass bei allen Übungen die Einsatzleitung durch einen Jugendlichen oder einem jungen aktiven Feuerwehrler übernommen wurde, so dass die gesamten Einsätze durch die Jugendfeuerwehren durchgeführt werden konnten“, freute sich Robert Scherer nach dieser Mammutaktion. Sein besonderer Dank galt dabei den Betreuern, den Akteuren und Verantwortlichen der beiden Wehren.
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