Meitinger bringen bei der Bürgerversammlung ihre Probleme vor

Nach der Fertigstellung des neuen Kinos im Gewerbegebiet Via Claudia wird das derzeitige Cinderella Filmtheater zu einem "Haus der Musik" umfunktioniert
Verkehrsprobleme, Krähenplage, Eisenbahnlärm – Bürgermeister Michael Higl muss sich vielen Fragen stellen


Meitingen. Gut besucht war auch in diesem Jahr wieder die alljährlich im Bürgersaal abgehaltene Bürgerversammlung mit Bürgermeister Dr. Michael Higl, bei der knapp 100 Besucher sich über vergangene und künftige Entwicklungen in der Marktgemeinde infor-mieren ließen. „Es gibt auch künftig viel zu tun, packen wir es an“, sagte Higl ehe er auf die einzelnen künftigen Vorhaben und Projekte konkret einging. Dazu gehört die Gestal-tung der Ortsmitte, ein Bebauungsplan für das Schlossmarkt- Gelände (im Volksmund als Diwigebäude genannt) eine barrierefreie Bahnhofserweiterung so-wie die Erweiterung der Schlossparkanlage. „Wir werden im März des kommenden Jahres einen öffentlichen Workshop mit Bürgerinnen und Bürgern veranstalten, die im Rahmen dieser Veranstaltung ihre Ideen und Vorschläge für die Neugestalten der angesprochenen Objekte einbringen können“, lud Higl bereits jetzt die Veranstaltungsbesucher dazu ein. Derzeit leben 11 665 Menschen in Meitingen und den Ortsteilen. „Wir sind auf dem besten Weg zu einer sozia-len Stadt, da alle sozialen Einrichtungen zusammen 120 Wochenstunden soziale Dienst-leistungen angeboten werden“, gab der Meitinger Rathauschef erfreut bekannt. Was lan-ge währt wird endlich gut und somit rechnet man damit, dass der gemeindliche Wertstoff-hof nach längeren baulichen Verzögerungen im Frühjahr 2018 endlich in Betrieb genom-men werden kann. Die Meitinger Wohnungsbau GmbH hat derzeit 230 Wohnungen für die 250 Bewerber aufgelistet sind. „In drei Monaten“, so der Bürgermeister, „werden im Neu-bau an der Werner- von – Siemensstraße 20 Wohneinheiten bezugsfertig und in den wie-teren Jahren sieht ein Neubau weitere 80 Mitwohnungen vor“, gab Higl zum Thema Woh-nungen in der Marktgemeinde bekannt. Die Krähenplage im Schlosspark hat man in Mei-tingen in den Griff bekommen, doch haben sich die geschützten Vögel im Norden Meitin-gens zum Bedauern der dort lebenden Bürgerinnen und Bürger niedergelassen. „Was wird die Gemeinde gegen die Krähenplage unternehmen?, wollte Peter Kragl wissen. „ Dage-gen können wir nichts tun, weil wir nach der Vertreibung der Vögel aus dem Schlosspark neue Ersatzstandorte für den Bau von Brutstätten zugesichert haben“ nahm Higl zu dieser Frage Stellung. Matthias Fendt regte an, dass man an der feststehenden Zufahrt zum neu-en Kino aufgrund der dortigen bereits installierten Fußgängerüberquerung eine weitere Zu-fahrt schaffen sollte. „Nach Hinzuziehung der Verkehrsplaner wird eine zweite Fußgän-gerüberquerung weiter südlich eingerichtet“, lautete Higl´s Antwort. Als größte Lärmquelle aller Zeiten für Meitingen bezeichnete Peter Kragl die Zahl der täglich durch Meitingen fah-renden Güterzüge sich weiter steigern würde und forderte im gleichem Atemzug die Markt-gemeinde Meitingen auf, die Peter Dörfler – Straße, an der Kragl wohnt, künftig für den Durchgangsverkehr zum Gewerbegebiet Via Claudia zu sperren. „Es ist durchaus damit zu rechnen, dass sich das jetzige Verkehrsaufkommen von täglich 6000 Fahrzeugen merklich vergrößert, da auch nach der Fertigstellung des Kinos viele der Besucher durch die Peter – Dörfler – Straße zum Filmtheater im Gewerbegebiet Via Claudia fahren werden. „Wir ha-ben in der Peter–Dörfler–Straße bereits Tempo 30 eingerichtet, wodurch sich der Verkehr beruhigen werde“, lautete die Antwort des Bürgermeisters. Zum Umweltthema „Stahlwerk – Schlackenproblematik meldete sich Erika Widmann zu Wort und beklagte dabei, dass der zulässige Grenzwert bei der Schlackenproblematik an der B2 überschritten sei und deshalb eine Sanierung dringend erforderlich sei was aber an den Grundstücksfragen scheitert. „Das letzte Wort dazu hat das zuständige Bauamt in Augsburg“, stellte Higl klar. Bekanntlich plant Unternehmer Max Aicher ein Grafitelektrodenwerk, was Franz Brand-maier große Sorgen bereitet. „Ich fordere die Marktgemeinde hier somit auf, genau unter die Lupe zu nehmen, was Aicher dort plane und für den Bau eines Grafitelektrodenwerkes der geschützte angrenzende Bannwald geopfert werden müsste. „Wir warten im Rathaus auch schon auf die genauen Pläne von Max Aicher doch die Hürden für solche Neugeneh-migungen liegen ziemlich hoch“ äußerte sich Bürgermeister Higl zu dieser Frage. Georg Schweihofer beklagte, dass auf der Bundesstraße 2 viel zu schnell gefahren werde, was bald einen Verkehrsinfarkt nach sich ziehen könnte der auch die Schaffung von neuen Arbeitsplätzen gefährden. „Dagegen müssen mit Blick auf die vielen Pendler Maßnahmen zum Tragen kommen“, betonte Schweihofer. Ein Schwerpunkt im Aufgabenbereich der Marktgemeinde wird im Jahr 2018 nach der Fertigstellung des neuen Kinos die Umgestal-tung des bisherigen Lichtspieltheaters „Cinderella“ sein. „Wir können uns gut vorstellen, das Kino in ein „Haus der Musik“ umzubauen, das den örtlichen Musikvereinen zur Verfü-gung für verschiedene Anlässe zur Verfügung steht“, gab Higl bekannt.
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