Meitinger „Hennaloch“ wird nicht fertig

Die Bauarbeiten an der Unterführung "Hennaloch" werden nicht wie zuerst geplant Ende dieses Jahres, sondern erst im März 2017 abgeschlossen werden. Foto: Peter Heider


Dass die Bahn nicht gerade das pünktlichste Verkehrsmittel ist, darüber können täglich mehrere Tausend Bahnnutzer und Pendler ein Lied singen. Aber jetzt übertrifft sich das Unternehmen in Bezug auf Pünktlichkeit noch selbst, denn der Bau der Meitinger Bahnunterführung an der Peter-Dörfler-Straße, im Volksmund "Hennaloch" genannt, sollte eigentlich noch in diesem Jahr wieder für den Verkehr freigegeben werden. Doch nun verzögert sich die Baummaßnahme weiter und somit werden Autofahrer weiter bis März warten müssen, ehe sie durch die Unterführung wieder in den Meitinger Ortskern gelangen können. Der Grund für die weitere Bauverzögerung seien laut Bahn defekte Pumpenschächte.

Vorgesehen hatte man bei der Bahn, die bestehenden Pumpenschächte für die Straßenentwässerung zu nutzen. Dies war jedoch nicht möglich, da sich herausstellte, dass die alte Hebeanlage defekt war, was aber erst im Zuge der Baumaßnahme festgestellt wurde. So blieb der Bahn nichts anderes übrig, als neue Pumpen zu bestellen. Laut dem Unternehmen werde die Lieferung der neuen Pumpen jedoch bis zu acht Wochen dauern. Wenn das Wetter keine Kapriolen schlägt, könne man im Januar zwar mit dem Einbau der neuen Schächte beginnen, auf die Pumpen müsse allerdings noch weiter gewartet werden. Angesichts dieser Sachlage habe sich die Marktgemeinde entschlossen, wenigstens einen provisorischen Durchgang für Fußgänger und Radfahrer im "Hennaloch" einzurichten und diesen mit einem Bauzaun zu sichern.

Aber warum wurde die Unterführung nicht gleich verbreitert. Der Markt Meitingen sagt dazu, dass erstens der Kostenaufwand zu groß gewesen wäre und zweitens mehr Lastkraft-wägen von der Bundesstraße 2 in den Ort hätten fahren können. Das Sehen jedoch viele betroffene Verkehrsteilnehmer ganz anders. "Man hätte durchaus eine Verbreiterung der Unterführung vornehmen können, die Durchfahrtshöhe aber nicht verändern müssen, wodurch der einseitige Verkehrsengpass aufgehoben worden wäre", sagt ein verärgerter Autofahrer.

Für die Anwohner ist die Verzögerung jedoch eine gute Nachricht, denn somit bleibt ihnen noch mehrere Wochen der starke Verkehr an der Peter-Dörfler-Straße sowie auf der Langenreichner Straße erspart. In der Langenreichner Straße herrscht sowieso tagtäglich ein Verkehrschaos, da Bahnfahrer, die auf dem Park & Ride-Platz westlich des Bahnhofs keine Abstellmöglichkeit für ihre Fahrzeuge mehr finden, die Straße als Parkplatz benutzen und somit zu einer weiteren Verkehrsbehinderung zum Leid der Anwohner beitragen. (Peter Heider. )
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