Mit dem Frühling kommt auch der Ärger am Meitinger Wertstoffhof

Eine Plage für die Anlieferer ist derzeit die beengte Lage des derzeitigen Wertstoffhofes, an dem es vor und während der Öffnungszeiten zu Verkehrsstaus kommt. Foto: Peter Heider


Mit Beginn des Frühjahrs startet auch wieder die jährliche Gartensaison. Blumen werden gepflanzt, Sträucher und Bäume gestutzt und erstmals im Jahr der Rasen geschnitten. Da kommt viel Grünabfall zusammen, der dann ordnungsgemäß entsorgt werden will. In Meitingen bringt man den Gartenabfall aber auch Hausrat, Elektroartikel, Kartonagen und Papier sowie ehemaliges Baumaterial auf den örtlichen Wertstoffhof. Zum Ärger und Unmut der Meitinger dürfen jedoch auch Bürger aus umliegenden Ortschaften dort anliefern, wodurch der Wertstoffhof überlastet ist und sich somit die langen Warteschlangen vor dem Einlasstor des engen Areals bilden.

"Etwa 1500 Anlieferer sind heute hier gewesen", erklärt Wertstoffhofaufsicht Roland Kosick. "Irgendwo muss es gerade Sonderangebote geben, denn sogar unsere Zusatzcontainer waren Überfüllt", hat Kosick seine Humor trotz Stress nicht verloren. Besonders bei Anlieferern von gelben Säcken mit Verpackungsstyropor kennt der Wertstoffhofaufseher kein Pardon. "Wir müssen diese Personen immer wieder abweisen denn dieses Material gehört in die gelben Säcke, die von der Müllabfuhr alle 14 Tage abgeholt werden", monierte Kosick.

Im Frühjahr geht es auf dem Wertstoffhof besonders heftig zu. Manchen Hobbygärtnern und Grundstückseigentümern reißt der Geduldsfaden und sie drehen schimpfend und fluchend vor dem Wertstoffhof wieder um. "Da wundert es doch niemanden, wenn Abfall einfach in der freien Natur entsorgt wird", entrüstete sich eine Frau, die geduldig wartete bis sie in den Wertstoffhof einfahren konnte. Viele Meitinger Bürger hoffen, dass der neue Wertstoffhof an der Werner-von-Siemens-Straße endlich fertiggestellt wird. "Es ist ein Drama, wenn man seinen Grünabfall, Bauschutt oder defekte Elektrogeräte abgeben will, muss man bald einen Tag Urlaub nehmen", schüttelte ein junger Mann den Kopf.

Nach Aussage der Gemeinde sei die Eröffnung des neuen Abgabereals in Sicht. Mit dem Bau des Projektes hatte man bereits vor einigen Jahren begonnen doch mussten die Pläne für den Wertstoffhof immer wieder aktualisiert werden, entsprechend stiegen die Kosten. Hatte man im Jahr 2013 noch mit einem Kostenaufwand von 740 000 Euro gerechnet, so ist der aktuelle Stand 940 000 Euro. Damals hatte ein Gutachter bei Bodenuntersuchungen Methangas- Entwicklungen, Überschreitungen des Prüfwertes bei Arsen, Schwermetallen, Kohlenwasserstoffen und polyzyklischen aromatischen Kohlenwasserstoffen fest. Im August des Jahres 2015 konnte man dann im Rathaus aufatmen, denn der Bereich wurde aus dem Altlastenkataster genommen. Somit stand und steht aus wasserrechtlicher Sicht dem Bau des neuen Wertstoffhofes nichts mehr im Wege.

Damit es bei der Anlieferung am neuen Wertstoffhof keine Staus gibt, werde die Verkehrsführung, nochmals überdacht. Roland Kosick hofft, dass in Sachen neuer Wertstoffhof bald Nägel mit Köpfen gemacht werden und der neue Anlieferungspunkt noch in diesem Jahr seinen Betrieb aufnimmt. (Peter Heider )
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