Neuer Platz in Herbertshofen für ein Dutzend Urnen

Ein neues Urnengrab wird auf dem Herbertshofner Friedhof geschaffen da die bisherigen Stelen bald keinen Platz mehr für weitere Feuerbestattungen von Verstorbenen bieten. Foto: Peter Heider


Eine pflegeleichte letzte Ruhestätte auf den örtlichen Friedhöfen ist der Wunsch vieler Meitinger. Mit der Einrichtung eines neuen großen Urnengrabes, das zwölf neue Bestattungsmöglichkeiten erhalten soll, wird man auf dem Herbertshofner Friedhof dem Trend der Zeit, der immer mehr zu Feuerbestattungen geht, gerecht. Der Bestattungstrend geht immer mehr dahin, dass seit Jahren Hinterbliebene von Ver-storbenen nicht mehr sehr großen Wert auf Familiengräber legen da diese viel Platz und das ganze Jahr über große Pflege in Anspruch nehmen. Dagegen steigt die Nachfrage nach Einzel- oder Urnengräber immer mehr an. "Auf dem Herbertshofner Friedhof befinden sich zwar bereits Urnenstelen, doch sind nur noch wenige Nischen frei", erklärt Bürgermeister Michael Higl die derzeitige Situation, mit der sich der Haupt- und Finanzausschuss vor weinigen Tagen beschäftigte. "Im östlichen Bereich des Herbertshofner Gottesacker", erklärt Higl, "wurden drei Familiengräber aufgegeben und dadurch bietet sich die frei gewordene Fläche für die Einrichtung eines großen Urnengrabes an. Nachdem sich im Vorfeld eine Gartenplanerin damit beschäftigt hatte, wie ein solches Urnenfeld gestaltete werden kann, entschied sich der Ausschuss dafür, dass die Namen von Verstorbenen auf drei Gedenksteine eingraviert werden. Die Fläche um das neue Urnengrab soll mit einer Dauerbepflanzung versehen werden, die von der Marktgemeinde gepflegt wird. Die Gebühr für ein Urnengrab in dieser Pflanzfläche ist nicht gerade billig, denn die Kosten belaufen sich für den Zeitraum von 15 Jahren auf 1280 Euro. Den Hinterbliebenen bleiben jedoch die Kosten für einen Grabstein erspart. Teuer erscheint der Kostenpunkt von 1280 aber auch deshalb, weil man im gleichen Zeitraum für eine Urnennische "nur" 720 Euro oder für ein Einzelgrab "nur" 475 Euro bezahlen muss. Nach Aussage des Meitinger Rathauschef wird aller Voraussicht nach im Frühjahr 2017 das neue Urnengrab geschaffen. Dabei soll mit der Eingrünung des Bereichs begonnen werden, in dem die weitere Stelen errichtet werden könnten.

Auf dem Meitinger Friedhof wurde eine Grünfläche für Urnenbestattungen eingerichtet, die ebenfalls von der Marktgemeinde gärtnerisch betreut und instandgehalten wird. Die Namen der in Urnen beigesetzten Verstorbenen Bürger sind auf einem gemeinsamen Grabmal ersichtlich. (Peter Heider )
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