Schlammige Wassermassen

Immer wenn drohende Regenwolken aufziehen, denkt man in Langenreichen an das Unwetter im vergangenen Jahr, als Wasser und Schlamm von den hochgelegenen Feldern in den Ort eindrang. Foto: Peter Heider


Die Nacht des 14. Mai 2015 wird man im nördlichen Augsburger Land nicht so schnell vergessen, als schlammige Wassermassen von den hügeligen Feldern um Langenreichen in den Ort gespült wurden und Häuser, landwirtschaftliche Anwesen und Straßen überfluteten, als ein Tornado Affing und Stettenhofen heimsuchte und schwere Schäden verursachte. Die Niederschlagsmenge dieser Nacht in Langenreichen soll laut Wetterexperten, rein statisch gesehen, nur alle einhundert Jahre vorkommen. Der Meitinger Gemeinderat beschäftigte sich kürzlich damit, was man in Langenreichen präventiv gegen die Auswirkungen solcher Unwetter tun könne.

"Bei drohend aufziehenden Regenwolken blicken wir mulmig in den Himmel, denn wir fürchten erneut Opfer eines Unwetters zu werden", schildert Annemarie Probst, die für die Grünen-Ortsgruppe im Marktgemeinderat sitzt. Bereits vor zwei Jahrzehnten hat sich der Marktgemeinderat mit einer möglichen Hochwassersituation auseinandergesetzt und mögliche Maßnahmen zur Verhinderung von Überschwemmungen diskutiert. Regenrückhaltebecken am südlichen Ortseingang sowie südlich der Pfarreistraße und in der Fertinger Straße könnten beim Abfangen des Hochwassers helfen. Zusätzlich könnten Feldwege erhöht und Mulden daneben angelegt werden. Experten raten erst das Hauptaugenmerk auf den Hochwasserschutz im östlichen Ortsbereich zu legen.

"Der Maßnahmenkatalog wird nun Ausgangspunkt für neue Diskussionen im Gemeinderat sein", erklärte Bürgermeister Michael Higl. Es stellt sich aber immer noch die Frage, warum heftige Regenfälle in Langenreichen zu Überflutungen führen. Dies liege daran, dass auf den Feldern hauptsächlich Mais angebaut werde. Bei starken Regenfällen schwemme es das Erdreich von den Feldern auf den Hügeln hinunter in den Ort. In der nächsten, anstehenden Ortsteilversammlung in Langenreichen sollen nun Ergebnisse, die von einem Ingenieurbüro erarbeitet wurden, vorgestellt und diskutiert werden. (Peter Heider )
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