Schulpartnerschaft mit den Meitinger Lech-Stahlwerken ist ein Gewinn für beide Seiten

Freuen sich über die Unterzeichnung der Schulpartnerschaft (von links): Rosmarie Gumpp (Konrektorin der Mittelschule Meitingen), Simon Zeilberger (Kaufmännischer Geschäftsführer der Lech-Stahlwerke GmbH) und Oliver Heckemann (Leiter Geschäftsbereich Ausbildung IHK Schwaben). Foto: Lech-Stahlwerke


Schulen und Unternehmen wollen künftig enger zusammenarbeiten. Um diesem Ziel näher zu kommen, unterzeichnete vor wenigen Tagen die Konrektorin der Meitinger Mittelschule, Rosmarie Gumpp, einen Schulpartner-schaftsvertrag mit den Lech-Stahlwerken in Herbertshofen. Dieser Vertrag soll den Schülern bessere Chancen verschaffen, einen Ausbildungsplatz zu finden. Im Gegenzug erhoffen sich die Lech-Stahlwerke auch mehr geeignete Auszubildende für ihren Betrieb.

Das umfangreiche Programm umfasst auch Praktika, damit die Schüler einen realen Einblick in die verschiedenen Berufsbilder erhalten. Geplant ist, dass Schüler und Lehrlinge gemeinsam praktizieren. Die Konrektorin der Meitinger Mittelschule, sprach bei der Unterzeichnung der Partnerschaft von einer für beide Seiten gewinnbringenden Situation. "Die Schüler", so Rosmarie Gumpp, "haben somit nun die Möglichkeit, ihren möglichen späteren Ausbildungsplatz genau kennenzulernen". Gleichzeitig könne sich das Stahlwerk den Schülern präsentieren. Neben Gumpp zeigte sich auch Sandra Auer, Personal- und Ausbildungsleiterin der Lech-Stahlwerke, von den Vorteilen dieser Partnerschaft überzeugt. "Die Schulpartnerschaft mit der Mittelschule Meitingen", Auer, "stellt für uns eine wichtige regionale Kooperation dar, um einerseits Kontakt zu potenziellen Auszubildenden aufzunehmen und dadurch unseren Bedarf an Nachwuchs zu sichern, anderseits um den Schülern, als auch den Lehrkräften, den Bezug zur Praxis durch technische und wirtschaftliche Zusammenhänge zu vermitteln". Laut Aussage der Ausbildungsleiterin treten durchschnittlich jährlich rund 28 Lehrlinge ihre Ausbildung in den Lech-Stahlwerken an.

Die Schulpartnerschaft wurde im feierlich im Rahmen der Eröffnung der Lech-Stahl Akademie unterzeichnet. In dieses Aus- und Weiterbildungszentrum hat das Stahlwerk laut Auskunft des kaufmännischen Geschäftsführers Simon Zeilberger mehr als drei Millionen Euro investiert. Damit will das Unternehmen bei potenziellen Lehrlingen punkten, denn der Kampf um die klügsten Köpfe ist im Großraum Augsburg längst entbrannt. Aktuell werden im Ausbildungszentrum die nachfolgenden Berufe ausgebildet: Elektroniker für Betriebstechnik, Industriemechaniker, Verfahrensmechaniker in der Hütten- und Halbzeugindustrie sowie Werkstoffprüfer für Wärmebehandlungstechnik. Eine Erweiterung des Angebots um ein duales Studium ist in Planung.

Derzeit beschäftigen die Lech-Stahlwerke in Herbertshofen 700 Mitarbeiter. Das Stahlwerk ist Teil der Max-Aicher Unternehmensgruppe mit rund 3500 Mitarbeitern in 18 Ländern. (Peter Heider )
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