Wie soll sich Meitingens Ortsbild verändern

Abriss oder Sanierung? Was wird aus der Meitinger Gemeindehalle? Darüber gibt es derzeit Diskussionen in den Fraktionen des Marktgemeinderates.
  Bebauung der Schlosswiese, Sanierung der Gemeindehalle, Bahnhofsumfeld oder „Divi- Gebäude“ stehen zur Diskussion

Peter Heider

Meitingen. „Es gibt viel zu tun- packen wir es an“. Soll man die alte Gemeindehalle sanie-ren oder abreißen - wie soll die Bebauung der Schlosswiese, die vom Markt Meitingen im Jahr 2014 für mehrere Millionen Euro gekauft worden ist und auf der momentan ein Be-helfsparkplatz installiert ist vorangetrieben werden und wie soll das Bahnhofsumfeld kün-ftig aussehen? Fragen über Fragen, die in den kommenden Mo-naten und vielleicht sogar Jahren den Marktgemeinderat und die Ausschüsse beschäftigen werden. Einen ersten Vorstoß zur Neugestaltung des Meitinger Zentrums unternahmen vor kurzer Zeit die Freien Wähler. FW - Fraktionschef Fabian Mering hat den ins Auge gefassten Vorschlag unterbreitet, dass man ein Seminarprojekt mit Studenten der Augsburger Hochschule in Betracht ziehen könnte, bei dem die Studenten Entwürfe zur Bebauung der Schlosswiese erstellen sollen. Die Entwürfe der Studenten könnte man dann als eine Diskussionsgrund-lage zur Entwicklung des Meitinger Zentrums an der Schlossstraße hernehmen. Laut des FW Fraktionschefs kann es nicht sein, dass Steuergelder in Höhe von Millionen Euro verschwendet werden, um auf der Schlosswiese einen Behelfsparkplatz anzulegen wenn die Möglichkeit gegeben sei, mit Investoren die Wiese bebauen zu lassen. „Hotel, Super-markt, Wohnungen, Arztpraxen, Gastronomie oder etwas anders, darüber wird bestimmt noch ein Meinungsaustausch stattfinden und diskutiert werden“, erklärt Mehring. CSU Vorsitzende Claudia Riemensperger würde bei der Bebauung jedoch Praxen Gastronomie und Wohnbau bevorzugen, ein Supermarkt wäre ihrer Meinung nach auf dem jetzigen Divi–Gelände besser untergebracht. Warum auf der Schlosswiese bisher immer noch nichts passiert sei, erklärte Grimm damit, dass die die Schlosswiesenbebauung auch mit dem Divi–Gebäude zusammenhängt und man für die in diesem Haus untergebrachten Mieter Ersatzräumlichkeiten gefunden werden müssen. Da man den zentralen und wichtigen Bereich nicht von heute auf morgen umgestalten könne, plädiert der FW – Fraktionschef, es müssen bald Nägel mit Köpfen gemacht werden um nicht in einen zu großen Zeitver-zug zu kommen. Für die Sanierung der Gemeindehalle solle nach Ansicht der Freien Wähler eine Planung erstellt werden damit etwaige Arbeiten zur Erhaltung des Gebäudes auch realisierbar sind. Dazu wurde der Bauunternehmer Thilo Rinkenburger aus Dillingen ins Boot geholt, da die-ser auch schon öfters Denkmalgeschütze Gebäude saniert habe. CSU und SPD haben gegenüber der Freien Wähler im Falle Gemeindehalle jedoch unter-schiedliche Ansichten. Claudia Riemensperger weist auf die fehlenden Parkplätze und die An-wohner – Problematik im Gemeindehallenbereich hin während Werner Grimm die „alte Gemeindehalle“ als „kleines Steckenpferd“ in der Kommune bezeichnet, dass die SPD erhalten und weiter mit Leben füllen will. Mehrings Vorstöße wurden von den beiden Frak-tionsvorsitzenden Claudia Riemensperger (CSU) und Werner Grimm (SPD) unterschied-lich bewertet. Während Riemensperger gegen das Uni - Projekt, wenn es nichts kosten würde, keine Einwände hätte, erklärte Grimm, dass man sich erst einmal über die Reali-sierung der Vorhaben Gedanken machen müsse. Die Ent-wicklung des Ortszentrums, der Schlosswiese, des Bahnhofsumfeld als auch des „Divi–Geländes“ werden bestimmt noch für kurzweilige und anregende Diskussionen im Marktgemeinderat sorgen.
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