Asylunterkunft geräumt: Flüchtlinge zwangsweise verlegt

(Foto: Dieter Gillessen)


Mit Hilfe der Polizei sei vom Landratsamt Augsburg die Asylbewerberunterkunft in Stettenhofen am Donnerstag geräumt worden - so der Inhalt einer Meldung des Landratsamtes.

Nachdem sich die letzten sechs dort wohnenden Asylbewerber trotz schriftlicher Aufforderung, mehreren Gesprächen und wiederholter Fristsetzung beharrlich geweigert haben sollen, in eine andere Unterkunft nach Kleinaitingen umzuziehen, seien sie zwangsweise von Stettenhofen nach Kleinaitingen verlegt worden.

Auf Grund zurückgehender Asylbewerberzahlen und freier Kapazitäten in anderen Unterkünften sei das Landratsamt gehalten, die teuren Pensionsunterbringungen zu beenden. In anderen Beherbergungsbetrieben seien die Umzüge bislang problemlos verlaufen.

Die Bundeswehr habe mehrere Wohnungen in Kleinaitingen günstig zur Verfügung gestellt, in denen noch Plätze frei seien. Dort leben bereits Asylbewerber und werden von der Gemeinde und dem ehrenamtliche Helfer betreut.

"Wir können nachvollziehen, dass die sechs Männer gerne in Stettenhofen geblieben wären, da sie dort schon gut integriert sind. Da ihre Asylanträge aber inzwischen abgelehnt wurden und sie ausreisepflichtig sind, spielt der Integrationsgedanke hier keine ausschlaggebende Rolle mehr", erläutert das Land-ratsamt und bittet auch die ehrenamtlichen Unterstützer aus Stettenhofen, die sich von Anfang an sehr engagiert um die Männer gekümmert haben, um Verständnis für diese Maßnahme. (pm)
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