Das Meitinger Schmidtenfeld soll seinen Charakter bewahren

Die Meitinger 16 Hektar große Schmidtenfeld-Siedlung, die Ende der 50er Jahre entstand, soll trotz baulicher Veränderungen auch in Zukunft ihren Charakter behalten. Foto: Peter Heider

In Meitingen wird weiter kräftig gebaut, denn die Nachfrage nach Wohnraum ist in der Marktgemeinde weiterhin sehr groß. Das liegt auch daran, dass die Verkehrsanbindung mit der Bahn und der Bundesstraße 2 optimal ist, auch für Pendler. Doch der Bauboom hat auch eine zweite Seite, da sich damit ältere Wohngebiete wie das Meitinger Schmidtenfeld verändern.

Aus diesem Grund ließ der Meitinger Marktgemeinderat einen Bebauungsplan ausarbeiten, in dem festgelegt ist, wie in diesem Gebiet eine verträgliche Nachverdichtung aussehen kann. Der neue Bebauungsplan muss noch öffentlich ausgelegt werden, damit Bürger ihre Meinung dazu kund tun können.

Typischer Siedlungscharakter soll erhalten bleiben

Das Schmidtenfeld ist eine 16 Hektar große Siedlung, die Ende der 50er-Jahre entstanden ist. Typische Siedlungshäuser, die auf 700 bis 1200 Quadratmeter großen Grundstücken errichtet wurden und vom Grundriss her oft gleich sind, prägen das Gesicht der Siedlung. Im Laufe der Zeit wurden mehrere Siedlungshäuser entfernt und auf den Grundstücken größere Mehrfamilienhäuser errichtet. Doch weil für diese Grundstücke kein Bebauungsplan vorhanden war, galt das sogenannte Einführungsgebot das aussagt, dass ein geplantes Haus der Umgebung angepasst werden muss.

Bebauungsplan setzt Grenzen

Da dabei die Ansichten für die Neu- oder Umbauten verschieden waren, kam es manchmal zu Streitigkeiten zwischen den Grundstücksbesitzern. Der neue, vom Büro Opla ausgearbeitete Bebauungsplan regelt, wie in Zukunft die Bebauung aussehen soll. Es wurde versucht, ein gesundes und verträgliches Maß an Nachverdichtung zuzulassen und auch darauf geachtet, dass die künftige Bebauung nicht zu massiv wird. Der neue Bebauungsplan sieht vor, dass auf Grundstücken die nicht größer als 600 Quadratmeter sind, nur zwei Wohneinheiten entstehen dürfen. Dagegen können auf Arealen bis maximal 1000 Quadratmetern vier Wohneinheiten und auf mehr als 1000 Quadratmetern Baufläche maximal sechs Wohneinheiten entstehen.

Eine Anwohnerin die seit 35 Jahren im Schmidtenfeld wohnt, zeigte sich mit den neuen Plänen nicht einverstanden. Sie fand, dass der Bebauungsplan eine Benachteiligung für diejenigen darstelle, die noch nicht gebaut haben und durch den neuen Plan eine Wertminderung für die Schmidtenfeld- Grundstücke entstehen könnte. (Peter Heider)
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