Der Charakter des Meitinger Schmidtenfelds soll Bestand haben

Die Marktgemeinde Meitingen will den Gebietscharakter im Schmidtenfeld mit einer verträglichen Nachverdichtung bewahren. Foto: Peter Heider


Die Gemeinde Meitingen ist bestrebt, den Gebietscharakter der Schmidenfeldsiedlung östlich der Donauwörtherstraße zu bewahren, was mit einer "verträglichen Nachverdichtung" erreicht werden soll.

Ende der 50er-Jahre ist die 16 Hekar große Siedllung mit 203 Grundstücken entstanden, das von der Bernhard-Monath-Straße im Norden bis hin zum Schleifweg im Süden sowie von der Gansfeldstraße im Osten bis zur St.-Johannes-Straße im Westen Meitingens reicht. Immer wieder werden Grundstücke verkauft oder vererbt, die neuen Eigentümer verändern die Häuser oder errichten Neubauten. Deshalb wird seit einigen Monaten ein neuer Bebauungsplan aufgestellt.

Der Planungs- und Werkausschuss befass sich nun mit dem Thema Schmidtenfeld. Einige Marktgemeinderäte, darunter auch Bürgermeister Michael Higl, wurden von der Sitzung ausgeschlossen, da nahe Verwandte in diesem Gebiet wohnen. Dritte Bürgermeisterin Claudia Riemensperger leitete die Sitzung. Sie erläuterte, dass 92 Prozent der Grundstücke mit einer oder zwei Wohneinheiten bebaut sind und man bestrebt sei, diesen Gebietscharakter zu behalten. "Dafür sollen einerseits Fakten über die Festlegung einer Grundflächenzahl sichergestellt, anderseits auch die Wohneinheiten je Grundstück behandelt werden", so Riemensperger. Wenn Grundstücke kleiner als 600 Quadratmeter sind können maximal zwei Wohneinheiten gestattet werden. Haben Grundstücke eine Größe von bis zu 1000 Quadratmetern, sind vier Wohneinheiten erlaubt, bei mehr als 1000 Quadratmetern Fläche sind es sechs Wohneinheiten.

Etwas skeptisch betrachtet wurde vom Ausschuss der Vorschlag des Planungsbüros Opla für den Fall einer Grundstücksteilung. Dabei sollen, was bisher noch nicht im Bebauungsplan eingearbeitet sei, bei einer Grundstücksteilung Grundstücksgrößen von mindestens 500 Quadratmetern entstehen. Ein weiterer Vorschlag des Planungsbüros war, dass das erste Haus auf dem Grundstück immer vorne an der Straße zu stehen habe. Zwar stehen mit einigen Ausnahmen die Häuser in dieser Anordnung, der Grund dafür ist jedoch, dass dort angesiedelte Landwirte in früheren Zeiten die Auflage erhielten, Viehzucht zu betreiben, die aber von der Straße aus nicht sichtbar sein sollte. "Dies ist jedoch schon lange Vergangenheit, heute ist mehr Flexibilität in der Bebauung zugelassen, damit auch sonnige Gärten vor Häusern möglich sind", sagte Riemensperger.

Nun soll das Planungsbüro Opla einen Bebauungsplan für das Schmidtenfeld so vorbereiten, dass einer Absegnung durch den Gemeinderat nichts mehr im Wege stehe. (Peter Heider )
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