Kinder der Meitinger Gemeinden sollen in die gleichen Klassen eingeschult werden


Anlass für zahlreiche feuchte Kinderaugen und enttäuschte Eltern sorgte in diesen Tagen ein Schreiben aus der Meitinger Grundschule an die Eltern der zukünftigen Erstklässler. Dabei geht es um die Einteilung der Eingangsklassen für das neue Schuljahr 2016/2017. In dem Schreiben steht, dass ABC-Schützen aus Waltershofen und Ostendorf, die gemeinsam den hiesigen Ortsteilkindergarten besucht haben, ab September in unterschiedlichen Klassen unterrichtet werden sollen. "Das macht schon wegen des Bustransportes wenig bis gar keinen Sinn", findet FW-Markt- und Kreisrat Fabian Mehring, an den sich die betroffenen Eltern gewendet hatten. Zusammen mit den Kollegen aus dem Marktgemeinderat, Johann Pröll (CSU) und Robert Hecht (FW), hat Mehringdeshalb eine fraktionsübergreifende Initiative ins Leben gerufen. Darin wenden sich die drei Kommunalpolitiker an die Leitung der Meitinger Grundschule und werben dafür "in diesem Jahr und auch in Zukunft" beim Zuschnitt von Klassenverbänden auf die regionalen Strukturen vor Ort zu achten.

"Unsere Dorfkultur und die örtlichen Vereine leben von gewachsenen Strukturen, deren Fundament oft im Kindergarten- und Grundschulalter gelegt wird. "Wir sollten diese zarten Bande deshalb nicht bei der Einschulung schon wieder ohne Not durchschneiden", erklärt Marktrat Johann Pröll.

An junge Eltern, die nach der Einschulung ihrer Kinder wieder berufstätig sind, denkt Marktrat Robert Hecht: "Die Beförderung und Betreuung der Kinder lässt sich im Dorf freilich leichter gemeinsam organisieren, wenn die Kinder aus dem Ort in die gleiche Klassen gehen und den gleichen Stundenplan haben. Es wäre ärgerlich, wenn es hier Abweichungen gäbe", so Hecht. Immerhin, so Mehring, hätten die Kinder aus den Ortsteilen doch ohnehin schon einen Nachteil dadurch, dass sie täglich mit dem Bus zum Schulort pendeln müssen. "Diesen Effekt", so Mehring, "sollten wir nicht noch dadurch intensivieren, dass die Kinder aus den Ortsteilen sich zur Einschulung in einem Klassenverband behaupten müssen, in dem sich ihre Kameraden aus den Meitinger Kindergärten kennen, während sie auf sich allein gestellt sind". Gemeinsam hoffen die Kommunalpolitiker bei der Schulleitung auf ein offenes Ohr zu stoßen und wollen mit ihrer Initiative dazu beizutragen, dass die Kinder aus Waltershofen und Ostendorf gemeinsam beschult werden können. (hdr)
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