Meitinger Probleme mit dem gelben Sack

Wertstoffhofaufsicht Roland Kosick ärgert sich Woche für Woche über die unzulässig am Wertstoffhof angelieferten gelben Säcke. Foto: Peter Heider

Meitinger Wertstoffhofaufsicht Roland Kosick klagt über immer mehr unzulässigen Abfall in den Säcken. Zu viel Unrat landet des öfteren in der Natur.

Viele Sorgen bereitet den Marktgemeindemitarbeitern auf dem Meitinger Wertstoffhof der Umgang der Bürger mit dem gelben Sack. In besagtem Plastiksack werden immer mehr Materialien entsorgt, die nicht dort rein gehören. "Jede Woche werden über 100 Säcke abgegeben, die mit Müll gefüllt sind, der nicht in diese Säcke gehört und somit auf andere Art und Weise entsorgt werden muss", klagt Roland Kosick. Viele Anlieferer schickt er mit den oft prall gefüllten Säcken wieder nach Hause, damit sie den Müll artgerecht trennen und in den dafür geschaffenen Containern für Flaschen und Dosen oder den häuslichen Tonnen entsorgen. Selbst Bauschutt werde immer öfter in gelben Säcken zum Bauhof gebracht.

"Es gibt Menschen, die nachdem sie den Wertstoffhof wieder verlassen haben, die Säcke einfach in die angrenzenden Wiesen, Feldern, Straßengräben oder in die Uferstreifen des Lechs werfen, um sich so der fachgerechten Entsorgung zu entziehen", schildert Kosick. Besonders erbost ist der Marktgemeindemitarbeiter, wenn er absichtlich hintergangen wird. "Es kommen Leute, die den gefüllten gelben Sack in andere schwarze oder blaue Säcke oder Verpackungen eingehüllt zum Wertstoffhof bringen, um ihren Müll auf diese Art und Weise hinterrücks los zu werden", schimpft Kosick. Weiter erzählt er, dass kürzlich bei der Entleerung von Altkleidercontainern dort mehrere Säcke mit Hausmüll, Gartenabfall und stinkende gelbe Säcke gefunden wurden. "Was denken sich die Menschen eigentlich dabei, wenn sie ohne jegliche Scham ihren Dreck in der Flur und in Altkleidercontainern entsorgen?", schimpft der Wertstoffhofaufseher. "In den gelben Sack", so Kosick, "gehören ausschließlich Verkaufspackungen aus Kunststoff, Metall und Verbundmaterialien - andere Gegenstände, auch aus den gleichen Materialien, zum Beispiel Kunststoffzahnbürsten, Videokassetten, CDs, DVDs oder auch Einwegrasierer dagegen nicht". Des öfteren werden sogar Zeitungen und Flaschen in gelben Säcken auf den Wertstoffhof "geschmuggelt".

Kosick plädiert dafür, dass Umweltschänder, wenn sie erwischt oder ausfindig gemacht werden können, richtig zur Kasse gebeten werden müssten, damit sie diesen Unfug nicht wiederholen. Nach Ansicht des Marktgemeindeangestellten könnte der Gelbe Sack langfristig verschwinden, da die Bereitschaft der Menschen sinke, ihren Müll zu trennen. Dafür müssten Sortiermaschinen geschaffen werden, die jedoch derzeit nicht wirtschaftlich wären, weil eventuell steigende Energiepreise einen Wettbewerb um die Abfallverwertung entstehen lassen würden.
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