Müssen die Anlieger in Herbertshofen für die Straßenrenovierung zahlen?

Ob bei der vorgesehenen Sanierungmaßnahme der Herbertshofener Mühlstraße auf die Anlieger Kosten zukommen werden, ist noch unklar.


Für Diskussionsstoff im Marktgemeinderat sorgt innerhalb der Straßensanierungen Meitingens nun die Mühlstraße. Dort wurde vor etwa 30 Jahren - wie auch in anderen Straßen Herbertshofens - Ofenschlacke des ortsansässigen Lech-Stahlwerks eingebaut. Bürgermeister Michael Higl erläutert, dass es auf Grund des hohen Kalkgehalts zu Verwerfungen in der Straße kam, was zu Neigungen und Höhenunterschieden im Unterbau der Straße geführt habe. Deswegen musste in den vergangenen Jahren der Asphalt auf den Gehwegen auswechselt und mit Platten belegt werden. An den Straßen selbst wurden bisher keine Sanierungsmaßnahmen vorgenommen. Die Mühlstraße bezeichnet der Meitinger Rathauschef jedoch nicht als Einzelfall, denn es gäbe im Bereich der Marktgemeinde mehrere solcher Schlackestraßen. "In den 80er Jahren wurde beim Straßenbau oft Schlacke verwendet, um den Kiesabbau zu schonen", schilderte der SPD-Fraktionsvorsitzende und Zweite Bürgermeister Werner Grimm.

Ein anderer Punkt sei die Finanzierungsfrage der Sanierung. Dabei stellt sich die Frage, ob im Fall einer Sanierung sich die Anlieger an den Kosten beteiligen müssen. Nach Aussage des Bauamtsleiters Thomas Dahlmann wären im Normalfall Anliegerbeiträge fällig, wenn mindestens ein Viertel der Straße neu ausgebaut wird und somit der Aufbau des Asphalts entfernt werde. Bürgermeister Higl schlug vor, die Sanierung als Unterhaltsmaßnahme zu betrachten, wodurch keine Anliegerbeiträge erhoben werden müssten. Der Werksausschuss will nun Vorschläge ausarbeiten, wie die Angelegen am besten anzugehen ist. (Peter Heider )
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