Neues Wohnobjekt am Meitinger Freibad

Auf diesem Grundstück auf der rechten Straßenseite gegenüber dem Meitinger Freibad Sunsplash will das Bauunternehmen Schmid eine Wohnanlage mit vier Häusern, die 22 Wohneinheiten beinhalten sollen, bauen. Foto: Peter Heider


Gegenüber dem Meitinger Freibad Sunsplash befindet sich an der Hauptstraße eine grüne Wiese, auf die das in Thierhaupten-Neukirchen ansässige Bauunternehmen Schmid eine neue Wohnanlage mit vier dreigeschossigen Häusern mit insgesamt 22 Wohneinheiten errichten will. Eine Bauvoranfrage wurde in den vergangenen Tagen im Planungs- und Werksausschusses des Marktgemeinderates behandelt und durchaus positiv befürwortet.

Beschlossen wurde jedoch noch nichts, da das letzte Wort der Marktgemeinderat hat. Die geplanten Häuser an der Hauptstraße sollen eine geschlossene Reihe bilden, da den Gebäuden, wie im Bebauungsplan vorgesehen, eine Schutzfunktion für das dahinter festgesetzte Baugebiet zukomme. Im Bereich der vier Häuser weist der Bebauungsplan ein Mischgebiet aus, in dem sich auch Gewerbe niederlassen können. Somit stellt sich die Frage, ob die vier Häuser auch den Charakter eines Mischgebietes erfüllen. Da nur in einem der Häuser zusätzliche Elemente für Büros und Geschäfte vorgesehen und alles andere Wohneinheiten sind, bedarf dies einer Beurteilung durch das Landratsamt. Dazu erklärt Bauamtsleiter Thomas Dahlmann, dass der Gebietscharakter erfüllt werden müsse, alles andere sei Etikettenschwindel.

"Das Projekt mit seiner geschlossenen Bauweise sei nahe daran an dem, was man sich vorstelle", bekundete Bürgermeister Michael Higl. Sollte das Bauprojekt realisiert werden, müssten jedoch etliche Befreiungen von den Festsetzungen des Bebauungsplans erteilt werden. Eigentlich seien zwei Vollgeschosse vorgesehen, die vier Häuser sollen jedoch jeweils drei Vollgeschosse haben. Zudem überschreite das Haus Nummer zwei den überbaubaren Bereich um 1,80 Meter. Auch die Tiefgarageneinfahrt, die östlich hinter den Gebäuden vorbeigeführt werden soll, liege außerhalb der Baugrenzen. Der Planungs- und Werksausschuss sieht in den nötigen Befreiungen kein Problem.

Kurz diskutiert wurde von den Markträten die Tatsache, dass das Gelände auf dem die Häuser gebaut werden sollen, um etwa 90 Zentimeter aufgefüllt werden müsste, da sonst die Häuser in einer Senke liegen würden. Die Auffüllung sei jedoch nur zulässig, wenn zum Nachbarn hin wieder das vorhandene Bodenniveau erreicht würde. Dies wolle der Bauherr gewährleisten und habe deshalb mit dem zuständigen Nachbarn, einem Landwirt, bereits erste Gespräche aufgenommen. (Peter Heider )
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