Nichts gegen Asylbewerber in Ostendorf

Im Meitinger Ortsteil Ostendorf gehen die Bauplätze weg wie die warmen Semmeln. Im westlichen Teil des Dorfes wachsen derzeit die Häuser wie Pilze aus dem Boden. Foto: Peter Heider

Ortsteilgespräch mit Bürgermeister Michael Higl verläuft ruhig und sachlich. Sorgen bereiten einem Landwirt die "gute oder schlechte" Schlacke am Rande seines Ackers.

Im Vorfeld des Ortsgespräches im Meitinger Ortsteil Ostendorf kamen Bedenken auf, wie die Bürger auf das brisante Thema "Asylbewerberzuzug" reagieren würden. Sachlich und ruhig, ohne böse Worte und jegliche Anfeindungen gegenüber diesen neuen Ortsbewohnern wurde dieser Tagesordnungspunkt kurz behandelt. Bürgermeister Michael Higl erklärte dabei, dass der Zustrom an Asylbewerbern ansteige. "Man muss mittlerweile fragen, wo man diese Menschen noch unterbringen könne denn wir wollen keinen Menschen der bei uns Asyl beantragt, wieder rauswerfen", zeigte der Meitinger Rathauschef klare Haltung. Es werden, so Higl, Konzepte geprüft, wie man mehr Unterbringungen für diese Menschen schaffen könne.

Kinderbetreuung


Zum Thema Kinderbetreuung in der Marktgemeinde erläuterte Higl, dass Familien im Meitinger Ortsteil aufatmen können, denn der hiesige Kindergarten biete derzeit 50 Plätze, doch seien die Kapazitäten noch nicht erschöpft. Higl geht von einer kontinuierlichen Auslastung in Zukunft aus. Des Weiteren wurde das Personal aufgestockt, um auch die in Ostendorf wohnenden Kinder von Asylbewerbern betreuen zu können. "Gerade zu diesem Thema", so der Bürgermeister, "finde ein reger Austausch mit den Ostendorfer Bürgern statt."

Baugebiete


Beim Thema Baugebiete informierte der Bürgermeister die Anwesenden darüber, dass nahe dem Baugebiet "Alpspitzring" mit Bauverzögerungen zu rechnen sei, da die Straßenabgrenzung außerplanmäßig acht bis zwölf Zentimeter zu hoch geworden sei, was Entwässerungsprobleme zur Folge haben könnte. "Der Beliebtheit dieses Baugebietes tut dies aber keinen Abbruch,denn diese Fehler werden bald behoben sein", gab Higl bekannt. Uwe Schreiter bemängelte, dass im St. Michael - Ring die Pflastersteine sich lockern. Higl versprach, dass dieses Manko nach einer Besichtigung vor Ort demnächst beseitigt werden soll. Außerdem würden, laut Bürgermeister, bereits Notartermine für acht Bauplätze in Ostendorf vorbereitet.

Auch aktuelle Angebote zur Verlegung von Glasfaserkabeln bis zu den Häusern lägen vor. "Aber auch ohne Glasfaserleitung gehört Ostendorf, Waltershofen und Langenreichen zu den Teilen des Marktgemeindegebietes mit schnellstem Internet", schilderte Higl.

Wertstoffhof


Mit dem Bau des neuen Wertstoffhofes auf dem Deil-Gelände südlich der Ortsteile Waltershofen und Ostendorf geht es nur in kleinen Schritten vorwärts. "Derzeit werden bereits zum dritten Mal Messungen der Bodenbeschaffenheiten durchgeführt. Wir planen ziemlich schnell und hoffen", so Higl, "dass dieses Gebiet nicht mehr länger im Altlastenkataster geführt wird und der Bau des neuen Wertstoffhofes endlich realisiert werden kann, doch wenn man bei den Behörden mit den Planungen vorspricht, stellt man leider schnell fest, dass sich die Mühlen in den Ämtern sehr langsam drehen".

Schlacke


Den Verbau von "guter oder schlechter Schlacke" unter der Spritzdecke am Rande seines Ackers an der neuen Bundesstraße 2 sprach Landwirt Joachim Liepert an. Higl erklärte, dass Proben ergaben, dass sich die Schlacke nicht auswasche. "Ein Problem liegt darin, dass niemand mehr weiß, was wo vergraben wurde", so Higl.

Fahrradwegbeleuchtung


Seit mehreren Jahren fordern Ostendorfs Bürger eine Fahrradwegbeleuchtung zwischen den Orten Ostendorf und Westendorf. Bernd Schreiter machte Higl auf dieses Thema aufmerksam, das, laut Higl, nun auf der Agenda stehe und er mit Westendorfs Bürgermeister Steffen Richter diesbezüglich Kontakt aufgenommen habe.
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