Senioren wünschen Treffpunkt

Ein Treffpunkt für Senioren vor dem Herbertshofener Pfarrheim ist der Wunsch älterer Mitbürger. Darüber könne man reden, so Bürgermeister Michael Higl. Foto: Peter Heider


Der Markt Meitingen wirbt mit dem Slogan "Wirtschaftsraum mit Lebensqualität" für ein gutes Leben in der Marktgemeinde. Das sieht der Herbertshofener Bürger und ehemalige Marktgemeinderat Franz Schenk aber etwas anders.

Beim örtlichen Bürgergespräch mit Bürgermeister Michael Higl beklagte Schenk, dass es zu wenig Lebens- und Wohnqualität für ältere Bürger in den Meitinger Ortsteilen gäbe. "In der Vergangenheit wurden immer wieder Vorschläge für einen Platz mit Brunnen als Treffpunkt für Senioren und Gehweg-Absenkungen für Menschen mit Behinderungen zu diesen Themen erarbeitet worden, aber passiert ist bisher nichts", sagte Schenk der deutlich machte, dass man im Alter von 85 Jahren nicht mehr mit dem Rollator aus den Ortsteilen in den neuen Meitinger Schlosspark fahren würde. Zumal die Menschen immer älter würden, müsse somit auch in den Ortsteilen für mehr Lebensqualität gesorgt werden. Eine Frau, die an dem Ortsgespräch teilnahm, schloss sich dieser Forderung an und machte dazu den Vorschlag, dass man doch vor dem Pfarrheim einen Treffpunkt für Senioren installieren könne. Higl meinte dazu, dass dieses Thema eine Überlegung wert sei.

Gesprochen wurde beim Ortsgespräch auch über die Mühlstraße, in deren Untergrund Schlacke liegt. "Wenn die Wurzeln der Bäume auf die Schlacke stoßen, können sie sich nicht weiter nach unten ausbreiten, drehen sich somit um und werfen den Asphalt von Gehweg und Straße auf", erklärte ein Bürger, der noch daran erinnerte, dass sogar schon ein schlimmer Fahrradunfall aus diesem Grund auf dem Gehweg passiert sei und man in der Nacht über diese Erhöhungen auch ins Stolpern komme. "Es sei egal, ob die Schäden durch die Schlacke im Untergrund oder durch fehlenden Kies entstanden sind, denn bei einer 30 Jahre alten Straße, wie es der Fall der Mühlstraße ist, müssen die Anlieger immer Beiträge zahlen, wenn die Straße hergerichtet wird", sagte Bauamtsleiter Thomas Dahlmann. Auf Grund der Kosten für die Anlieger, so Bürgermeister Higl, werde versucht, die Baumaßnahme so weit als möglich aufzuschieben. Nicht nur die besagte Mühlstraße, sondern auch die Klemens- und die Ulrichstraße stehen auf der Prioritätsliste für Straßensanierungen im Ortsteil Herbertshofen. Das Thema "Lech-Stahlwerke-Schlacke" beschäftigte einen weiteren Veranstaltungsbesucher. Er wollte von Bürgermeister Higl wissen, wo die Schlacke eigentlich in Zukunft gelagert werde, nachdem der geplante Schlackenwall einen Teil der Schlacken-Aufbereitung in Anspruch nehmen werde. Nach den jetzigen Planungen soll der Wall 25 Meter hoch, am Fuß 66 Meter breit sein und eine Länge von 165 Metern haben. Dadurch würde es, laut Higl, für die Lagerung der Schlacke eng. Entgegen trat der Meitinger Rathauschef der Meinung eines weiteren Besuchers, der Befürchtungen einbrachte, dass die Lagerfläche für die Schlacke somit ausgeweitet würde. "Die Firma muss mit dem Areal auskommen, da man keine zusätzlichen Lagerflächen will", erläuterte der Meitinger Bürgermeister. Dass der Schlackenwall so nahe am Meitinger Wasserschutz westlich der Bahn gebaut werden dürfe, kritisierte ein weiterer Zuhörer.

Auf die Frage einer Bürgerin zur Situation Urnenstelen am Herbertsofener Friedhof, die fast alle belegt seien, meinte Higl, dass man in der Marktgemeinde gerade einen Entwurf für eine Stelen Erweiterung anfertigen lasse.

Der Antrag eines weiteren Bürgers, in der Ortslage eine Tempo-30-Zone einzurichten, werde geprüft. Higl kündigte an, dass sich die Rechtslage dazu bald ändern werde. (Peter Heider )
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