SGL Group: Die Entscheidung ist gefallen - Japanischer Konzern übernimmt Unternehmenssparte

Ein japanischer Konzern wird das Grafitelektrodengeschäft der SGL Group in Meitingen übernehmen. Foto: Archiv


Ausgegliedert oder verkauft - die Mitarbeiter des verlustreichen Grafitelektrodengeschäfts der SGL Group Meitingen bangten seit Wochen. Und nun steht fest: Der japanische Konzern Showa Denko übernimmt das frühere Herzstück der SGL.

200 der insgesamt 1600 Mitarbeiter sehen einer ungewissen Zukunft entgegen. Bis 2018 sind dank eines Standortsicherungsvertrages die Jobs garantiert. Was dann passiert, entscheidet der neue Eigentümer.

Showa Denko ist eines der führenden Chemie-Unternehmen Japans und beschäftigt weltweit mehr als 10 000 Mitarbeiter. Die SGL Group trennt sich von der Grafitelektroden-sparte, da es wegen chinesischer Stahlindustrie weltweit Überkapazitäten gibt. Die Preise fielen in den Keller. Grafitelektroden sehen aus wie lange, schwarze Stäbe und werden fürs Schmelzen von Stahlschrott gebraucht. Die Verbindungsteile werden in Meitingen hergestellt.

Vom Verkauf dieser Sparte sind nicht nur die Meitinger betroffen, sondern insgesamt 950 Mitarbeiter an sechs Produktionsstätten in Deutschland, Österreich, Spanien, den USA und Malaysia.

Ob es weitere Einschnitte geben wird, wird sich zeigen. Fest steht, dass die SGL auf das Faserverbundgeschäft setzten wird. Dank dessen sind Karosserien von Elektroautos wie dem BMW i3 leicht. SGL und BMW arbeiten im Leichtbau eng zusammen. SGL-Großaktionärin Susanne Klatten ist auch bei BMW bestimmende Anteilseignerin. (StaZ)
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