Stahlaktionstag in Meitingen: MdB Ulrike Bahr fordert Schutz der deutschen Stahlindustrie

MdB Ulrike Bahr sprach beim Stahlaktionstag bei den Lechstahlwerken in Meitingen. Foto: Angelika Lonnemann.

„Die deutsche Stahlindustrie muss vor Wettbewerbsnachteilen geschützt werden!“ forderte MdB Ulrike Bahr im Rahmen des Stahlaktionstages „Stahl ist Zukunft“ am 11. April vor Geschäftsführung und Belegschaft der Lechstahlwerke in Meitingen. Hintergrund des Stahlaktionstages, der von Gewerkschaften bundesweit organisiert worden war, sind die Pläne der EU-Kommission, den Emissionshandel drastisch zu verschärfen und das Angebot an CO2-Zertifikaten zu verknappen.

Dies bedeutet für die deutsche Stahlindustrie Zusatzkosten von einer Milliarde Euro im Jahr, formulierte es die IG Metall. „Die EU-Pläne machen das Überleben der Stahlindustrie praktisch unmöglich, rund 80.000 Arbeitsplätze in der deutschen Stahlindustrie sind damit gefährdet“, so die dramatische Vorhersage der IGM. „Es darf nicht sein, dass China billigen Stahl auf den Markt wirft, der mit Umweltverschmutzung und Billiglöhnen in China verbunden ist, während in Deutschland Stahl effizient, klimaschonend und lohngerecht produziert wird“, so Ulrike Bahr in ihrem leidenschaftlichen Grußwort. Die Stahlindustrie und die Stahlarbeiter müssten mit Schutz vor unfairem Wettbewerb, einer verbesserten Zuteilung von Emissionszertifikaten und schließlich auch mit einer angemessenen Strompreiskostenkompensation geschützt werden. „Ich verspreche Ihnen, dass ich Ihre Sorgen mit nach Berlin nehmen und mit meinen Kollegen, die für die Bereiche Wirtschaft, Energie und Europa arbeiten, besprechen werde. Als Sozialdemokratin und Gewerkschafterin versichere ich Ihnen, dass ich mich für den Erhalt Ihrer Arbeitsplätze stark mache!“. Im Anschluss sprachen der Bezirksleiter der IG Metall Bayern Jürgen Wechsler, der Geschäftsführer der Max-Aicher-Unternehmensgruppe Max Aicher, deren Stiftung Inhaberin der Lechstahlwerke ist und der Geschäftsführer der IG Metall Augsburg, Michael Leppek zu den rund 100 Stahlarbeitern.
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