Tempo 30 für Erlingen?

In den Seitenstraßen des Meitinger Ortsteils Erlingen sollen mit Tempo-30-Zonen Schnellfahrer ausgebremst werden. Foto: Peter Heider


Im Mittelpunkt der Informations- und Gesprächsrunde der Unabhängigen Wähhler stand die Einführung von Tempo-30-Zonen in Erlingen. Zahlreiche Erlinger Bürger nahmen dabei die Gelegenheit wahr, sich mit den beiden Marktgemeinderäten der Freien Wähler Fraktion Rudolf Helfert und Alois Reiner auszutauschen. "Seit sich die Straßenverkehrsordnung im Dezember 2016 geändert hat, steht Tempo 30 in der Marktgemeinde Meitingen hoch im Kurs", schilderte Alois Reiner. Anhand der Neuerungen können in Meitingen sowie auch in den Ortsteilen Geschwindigkeitsbegrenzungen, die vor allem älteren Bürgern, Kindern und Behinderten Vorteile im Straßenverkehr bringen können, eingerichtet werden. "Vor allem in Berei-chen mit hohem Fußgängeraufkommen wie an Schulen, Altersheimen, Kindergärten und an Freibädern ist eine Anbringung von Tempo 30 Schildern sinnvoll", erklärte Reiner. Natürlich müssten eine Einhaltung der Tempobegrenzung überprüft werden, was jedoch eine nicht gerade billige Angelegenheit für die Kommune wäre. "Die Überwachung der Geschwindigkeit ist relativ teuer, doch nach Recherchen können die Kosten in einem Zeitraum von zwei bis drei Jahre wieder egalisiert werden", so der Marktgemeinderat.

Eine Einführung dieser Geschwindigkeitsbegrenzungen wäre auch damit zu begründen, da in der Marktgemeinde Meitingen die Fahrzeugzulassungen in den vergangenen fünf Jahren enorm angestiegen sind. Die Zulassungszahlen stiegen seit dem Jahr 2012 bis 2016 von 6129 auf 6675. Die Gesamtanzahl der Fahrzeuge ist von 8872 auf 9720 Fahrzeuge angestie-gen.

Die bei der Veranstaltung anwesenden Erlinger Bürger sprachen sich für innerörtliche Tempo-30-Zonen in allen Seitenstraßen links und rechts der Alten Dorfstraße aus.

Gabriele Foag beklagte, dass die Rosenbeete an der Kreuzung Alte Dorf-straße-Markterstraße im Sommer zu hoch seien und zu einer Sichtbehinderung für Verkehrsteilnehmer würden. Dagegen sollte nach Ansicht von Rudolf Helfert etwas unternommen werden. Helmut Schur mahnte an, wann denn die Bundestraße 2 im Bereich Meitingen-Langweid mit Flüsterasphalt ausgestattet werde. "Bei den in etwa zwei bis drei Jahren anstehenden Sanierungsarbeiten dieser Süd-Nord-Hauptverkehrsader müssen wir sehr wachsam sein, dass der Straßenbelag mit Flüsterasphalt erneuert wird", so Helferts Antwort. Entsprechende habe Helfert schon bei Landrat Martin Sailer und dem Straßenbauamt angefragt.

In Erlingen werde von vielen Seiten beklagt, dass der Friedhof immer beengter werde. Nach Aussage von Rudolf Helfert sei bereits ein Planer beauftragt, sich um diese Angelegenheit zu kümmern.

Neues Bauland wird in Erlingen in nächster Zeit ausgewiesen. Am Weizenfeld und am Gerstacker werde das Bauland in Richtung Süden erweitert und um 36 bis 38 Bauplätze erweitert, so Alois Reiner.

Dass bei der Umbaumaßnahme des Meitinger Bahnhofsumfelds voraussichtlich 2019 der Startschuss fallen soll, berichtete Helfert. Im Fokus der Umgestaltung stehe dabei ein barrierefreier Zugang zu den Bahnsteigen, damit Menschen mit Behinderung leichter die Züge erreichen können.

260 000 Euro koste die Sanierung der Kläranlage im Ortsteil Langenreichen, die im Jahre 1972 in Betrieb genommen wurde. "Die Arbeiten", so Reiner, "werden in diesem Jahr noch abgeschlossen."

in Thema war auch das ehemalige Kino "Cinderella". Dies soll, nach Fertigstellung des neuen Cineplex Kinos im Gewerbegebiet Via Claudia, zu einem "Haus der Vereine" umge-staltet werden. "Nach der Eröffnung des neuen Kinos werden wir im Marktgemeinderat die Feinplanung in Angriff nehmen", so Helfert. (Peter Heider )
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