PETA fordert Pferdekutschenverbot

Die Tierrechtsorganisation PETA Deutschland hat Landrat Klaus Metzger gebeten, ein Verbot von Pferdekutschen im Landkreis Aichach-Friedberg zu prüfen. Das teilte PETA mit.

Erst kürzlich war ein 74-jähriger Mann in Merching bei einem Kutschenunfall tödlich verunglückt. Auf der Rückfahrt von einer Hochzeit touchierte die Kutsche mit einem Rad den Randstein, weshalb der Kutscher das Gleichgewicht verlor und vom Kutschbock stürzte. Er schlug mit dem Kopf auf dem Asphalt auf und erlitt schwerste Schädelverletzungen. Die beiden Pferde gingen mit der Kutsche durch.

Erst Anfang 2015 veröffentlichte PETA einen neuen Pferdekutschen-Unfallrekord: Bei mindestens 60 Vorfällen seien 2014 insgesamt 88 Fahrgäste zum Teil schwer verletzt worden.

"Die Risiken bei Kutschfahrten sind unkontrollierbar, denn Pferde sind Fluchttiere und können selbst bei geringen Störungen leicht in Panik geraten", so Peter Höffken, Fachreferent bei PETA Deutschland. "Die Gefährte verfügen zudem weder über sichere Bremssysteme, Airbags, noch über eine Knautschzone. Schwere Unfälle sind daher vorprogrammiert." Ein Verbot von Kutschfahrten sei deshalb die einzige Möglichkeit, um Mensch und Tier zu schützen.

In Rothenburg ob der Tauber wurde laut PETA bereits im August 2010 das Pferdekutschenverbot vom Bayerischen Verwaltungsgerichtshof bestätigt.
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