Steigende Einsatzzahlen - Freiwillige Feuerwehr Mering zieht Bilanz für 2015

Rettung eines brandverletzten Bauarbeiters im Rahmen einer Einsatzübung mittels Drehleiter
Wie 1. Kommandant Johann Kroner im Rahmen der Jahreshauptversammlung erläuterte, sind die Einsatzzahlen erneut angestiegen: Mit 155 Einsätzen mussten die Feuerwehrleute durchschnittlich nahezu jeden zweiten Tag ausrücken, um Menschen oder Tieren in Not zu Hilfe zu kommen. Der Einsatzschwerpunkt verschiebt sich hierbei zunehmend von der Brandbekämpfung zur Unfallhilfe. So standen 25 Alarmen zu Bränden und ausgelösten Brandmeldeanlagen 130 technische Hilfeleistungen gegenüber.

Das Einsatzspektrum ist vielfältig und fordert den Rettern oftmals viel ab. "Austretender Gefahrstoff", "Verkehrsunfall mit eingeklemmter Person", "Zimmerbrand, Personen in Gefahr", "Unwetternotdienst" lauteten regelmäßig die Alarmmeldungen. So wurden auch alle Einsatzkräfte der Feuerwehr Mering alarmiert, um mit den Fahrzeugen des Rüstzuges beim Tornado im nördlichen Landkreis zu unterstützen.

Zunehmend werden die Einsatzkräfte auch zur Unterstützung des Rettungsdienstes alarmiert. So etwa im Rahmen der Tragehilfe bei schwergewichtigen Patienten oder wenn bei engen Treppenhäusern Patienten mit der Drehleiter schonend aus der Wohnung auf Bodenniveau gebracht werden müssen. Bei lebensbedrohlichen Erkrankungen und Verletzungen wird die Feuerwehr zeitgleich alarmiert, wenn die Fahrzeuge des Rettungsdienstes eine längere Anfahrt haben. In den Einsatzfahrzeugen der Feuerwehr wird hierzu umfangreiches medizinisches Equipment und ein Defibrillator mitgeführt.

Aktuell verfügt die Freiwillige Feuerwehr Mering über 87 Einsatzkräfte sowie 22 jugendliche Feuerwehranwärter. Durch diese Personalstärke können derzeit auch untertags Fahrzeuge in Löschzugstärke besetzt werden. Dies ist insbesondere deshalb von Bedeutung, da 75 Prozent der Einsätze in 2015 in der Zeit von sechs bis achtzehn Uhr zu leisten waren. Nachdem viele Einsatzkräfte auswärts ihrer Berufstätigkeit nachgehen, ist jedoch auch in Mering die Sicherstellung der erforderlichen Mannschaftsstärke untertags im Auge zu behalten.

Die schnelle und kompetente Hilfe durch die Feuerwehrleute setzt eine umfangreiche Aus- und Fortbildung sowie intensives Üben voraus. Daneben werden die Gerätschaften und Fahrzeuge durch sorgsame Pflege stets einsatzbereit gehalten.

Für alle Tätigkeiten wendeten die ehrenamtlichen Helfer im vergangenen Jahr insgesamt rund 6.850 Stunden auf.

Erster Bürgermeister Hans-Dieter Kandler dankte im Beisein aller Bürgermeister, zahlreicher Gemeinderäte und Mitgliedern des Senats der Marktgemeinde den Helfern für die beeindruckend gezeigte Einsatz- und Leistungsbereitschaft.

Als Vertreter der Kreisbrandinspektion übermittelte Kreisbrandmeister Paul Kuhnert den Dank und Anerkennung für die großartige Zusammenarbeit, die Leistungen und den ehrenamtlichen Einsatz. Als eine der besonderen Herausforderungen in 2015 hob Kuhnert die flächendeckende Einführung des Digitalfunks im Landkreis heraus. Nachdem die technischen Umstellungen sowie die Schulung der Einsatzkräfte abgeschlossen sind, werden seit einigen Monaten alle Einsätze in Digitalfunktechnik abgewickelt.
Beeindruckt zeigte sich Kuhnert von dem zahlreichen Erscheinen der Marktgemeinderäte. Dies sei nicht selbstverständlich und ein Zeichen der großen Wertschätzung der Gemeindevertretung gegenüber ihrer Freiwilligen Feuerwehr.
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