Vier Wildpinkler, ein Zaunkletterer und anzügliche Fotos - Polizeibilanz zum Fasching in Schmiechen und Mering

Die Feierei im Fasching in Mering und Schmiechen verlief größtenteils ruhig. (Foto: Symbolbild vom Friedberger Fasching, Valterio D'Arcangelo)

Der Fasching ist vorbei, die Polizei Friedberg zieht ihr Fazit: Das Branntweinverbot zeigte Erfolg und die Partys verliefen größtenteils friedlich. "Die Sicherheitskonzepte gingen in Schmiechen und Mering voll und ganz auf und trugen hervorragend zu den gelungenen Veranstaltungen bei." Dennoch gab es mehrere Zwischenfälle.

Bei dem in Mering aufgebauten Partyzelt am Marktplatz hatte der Veranstalter mit den eingesetzten Security alles im Griff. "Es kam lediglich zu einer Straftat, bei der ein betrunkener 19-jähriger Mann zwei kleinen Mädchen auf seinem Handy anzügliche Fotos zeigte", berichtet die Polizei.

Wildpinkler in Schmiechen

Am Faschingssonntag fand der traditionelle Faschingsumzug diesmal in Schmiechen statt. "Freilich gibt es immer Mittel und Wege, „vorzuglühen“ oder sich mit „weichen Alkoholika“ zu betrinken", schreibt die Polizei in ihrem Bericht. Zum ersten Mal gab es aber in Schmiechen eine Faschingsverordnung, in der die Gemeinde verschiedene Regelungen getroffen hatte. Insbesondere betraf dies den Umgang mit „scharfen“ Alkoholika, gefährlichen Gegenständen und die Verrichtung der Notdurft. Hier muss man die Teilnehmer und Zuschauer für Ihre Vernunft wirklich loben, so dass die Polizei kaum einschreiten musste. "Die Faschingsverordnung machte sich äußerst positiv bemerkbar", resümiert die Friedberger Polizei.

Verstöße gegen das Branntweinverbot wurden gar nicht festgestellt. Lediglich vier sogenannte „Wildpinkler“ mussten beanstandet werden. Dabei gab ein betrunkener 18-jähriger aus Kissing falsche Personalien an, beleidigte die Polizeibeamten und wehrte sich bei einer Dursuchung - der 18-Jährige erhält nun eine Anzeige wegen Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte.
In einem weiteren Fall musste ein 20-jähriger aus Altomünster, der wegen Pöbeleien bereits mehrfach durch die Security aus dem Partyzelt verwiesen wurde und immer wieder über den Zaun geklettert war, in Gewahrsam genommen werden.

"Alles in allem gesehen muss aus polizeilicher Sicht den zahlreichen freiwilligen Helfern des „Faschingskomitee Schmiechen e.V.“ und der „Lach Moro“ Mering ein großes Lob ausgesprochen werden!", hält die Polizei abschließend fest.
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