Berliner Band Aletschko wird in Mering umjubelt

Das Berliner Trio "Aletschko" begeisterte die Besucher bei einem Benefizkonzert im Meringer Papst-Johannes-Haus.
Mering: Papst-Johannes-Haus, Michaelstuben | Spenden kommen benachteiligten Jugendlichen im Kinderdorf Karmiels zugute


„Musik verbindet Völker“, so lautete das Motto, unter dem das Trio „Aletschko“ am 28. November ein Benefizkonzert im Papst-Johannes-Haus in Mering gab. Es sind drei Musiker mit drei verschiedenen Nationalitäten und Religionen, die das Berliner Flair nach Mering brachten. Ihr Repertoire umfasste klassische, zeitgenössische und israelische Musik. Es spielten der israelische Geigenvirtuose Alexey Kochetkov, der chilenische Gitarrist Cristián Felipe Varas Schuda und der türkische Baglama- und Duduk-Spieler Özgür Ersoy.

Den Abend, für den Erster Bürgermeister Hans-Dieter Kandler die Schirmherrschaft übernahm, sponserte die Organisation Keren Hayesod Deutschland und bat die Besucher um Spenden für das Musikprojekt „Sulamot“ für benachteiligte Jugendliche im Kinderdorf von Karmiel. Das Projekt ermöglicht diesen Kindern, egal welcher Herkunft sie sind, Musikunterricht und finanziert ihnen ein Instrument. Unterstützt vom israelischen Philharmonieorchester, entwickeln die Kinder schnell Selbstvertrauen, Durchhaltevermögen, Verantwortungsbewusstsein und Stolz und verbessern sich in der Schule. Der Repräsentant Süddeutschlands, Udi Lehavi, war beim Israeltag in Mering zu Gast und war erstaunt und begeistert, wie groß das Interesse der Bürger an Israel ist. Deshalb schlug er dem Organisator Günter Wurm und dem Meringer Kulturbeauftragten Lothar von Gernet das Konzert mit der Band „Aletschko“ in Mering vor. „Gerade im Advent ist es wichtig, nach vorne zu schauen und den Frieden zu suchen. In diesem Jahr fällt sogar das jüdische Chanukka-Fest mit Weihnachten auf den 24. Dezember“, erklärte er die Terminauswahl. Im Jahr 2003 begannen die Kontakte zwischen Mering und Israel, hauptsächlich Jugendbegegnungen, und das Ziel des Abends war, Begegnungen zu ermöglichen und die Botschaft „Musik verbindet Völker“ Wirklichkeit werden zu lassen.

Der Abend, den die neunjährige Lillith gemeinsam mit Günter Wurm unterhaltsam moderierte, begann mit dem Empfang der Band und israelischen Spezialitäten. Ein „Mezzetrio“ - drei israelische Vorspeisen im Glas -servierte der Meringer Koch Daniel Kauth. Andrea Lewandowski aus Merching verkaufte koshere Weine, Uta Geyer bot handwerkliche, weihnachtliche Arbeiten wie Krippen, Engel, Schafe, aber auch Taschen aus Schafwolle an, die behinderte Jugendliche in Bethlehem hergestellt hatten. Der Buchautor Christian Seebauer war ebenfalls zu Gast. Es gab auch eine Live-Schaltung zur befreundeten Stadt Karmiel: Bürgermeister Adi Eldar begrüßte die Zuhörer in Mering und wünschte ihnen einen angenehmen Abend mit der Band "Aletschko. Die Band genoss ihren Auftritt und freute sich über viel Beifall für Stücke im Trio, aber auch sensationelle Solostücke auf der Violine und Gitarre. Beim Abschied versprachen sie, gerne zu einem weiteren Konzert nach Mering zurückzukommen.
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