Die Architekten des Siegerentwurfes überzeugen Jury und Kirchenvorstand mit einem großen Kirchenvorplatz

Die Architekten Stefan Köppel (links) und Christoph Grill gewannen mit ihrem Entwurf den Wettbewerb für den Neubau des Gemeindehauses von Mering St. Johannes. Mitglied des Kirchenvorstands Armin Gasch (hinten) freut sich, dass viele Wünsche der Gemeinde enthalten sind, ohne dass die Architekten sie kannten.
 
Der Plan zeigt nicht nur, wie das neue Gemeindehaus , sondern auch wie das alte Mesnerhaus nach der Renovierung aussehen wird.
Mering: St.-Johannes-Kirche | Nach einem Jahr Bauzeit soll das neue Gemeindehaus für die Meringer St.- Johanneskirche bezugsfertig sein

Marktgemeinderäte, Mitglieder der evangelischen Kirchengemeinde und interessierte Bürger drängten sich um den Plan, der im Jahr 2018 für das neue Gemeindehaus der Meringer St.-Johanneskirche verwirklicht werden wird. Die beiden Architekten Stefan Köppel und Christoph Grill aus München erklärten den Besuchern, welche Vorzüge ihr Entwurf habe und wie sie sich den Umbau des alten Mesnerhauses vorstellten. Die Pfarrerinnen Carola Wagner und Marion Sichert luden die Besucher zum Sektempfang in der Bücherei Mering ein. Carola Wagner, die das Pfarramt führt, bat Begeisterte, mit einer Spende oder einer Mitgliedschaft im Förderverein St. Johannes Mering die Finanzierung des Baus zu unterstützen. Die Ausstellung mit den eingereichten Plänen und Modellen bleibt zwei Wochen zu den Öffnungszeiten der Bücherei zugänglich.

Ein großzügiger Vorplatz vor der Kirche, die unverändert, aber frei stehen bleiben soll, wird viel Platz für Feste der Kirchengemeinde bieten. Der Saal sei geschwenkt, man sehe deutlich den Knick in der Mitte, wodurch sich eine Schräge und Bewegung ergebe, erklärte Dipl.-Ing. Architekt Stefan Köppel den Plan, den er gemeinsam mit Christoph Grill erstellt hatte. Das Gemeindehaus werde eine Größe von 112 Quadratmetern haben und Platz für 80 Personen bieten. Der Saal, über dem ein Satteldach vorgesehen ist, kann durch eine Trennwand geteilt werden. Über das Foyer ist die Küche erreichbar, außerdem gibt es einen Gruppenraum und mehrere Lagerräume, auch für Stühle. Der Neubau ist behindertengerecht und sieht mehrere und größere Toilettenräume vor. Im alten Mesnerhaus sind Gruppenräume für die Jugendlichen geplant. Das Gesamtbudget für das Gemeindehaus und die Renovierung des Mesnerhaus einschließlich Außenanlagen belaufe sich auf 1 Mio. Euro, verrieten die beiden Architekten, die schon mehrere Projekte im Kirchenbereich betreuten. In Gauting planten sie das Pfarrhaus, in München die Kirche St. Markus und für die Meißener Kirche St. Afra erstellten sie ein Gutachten.

„Bereits im Vorfeld sammelte der Kirchenvorstand Ideen für das neue Gemeindehaus und teilte seine Vorstellungen dem Landeskirchenamt mit“, erzählt Armin Gasch, der gemeinsam mit Ute Becker und Christian Nees, die ebenfalls anwesend waren, zu den nicht stimmberechtigten Beratern gehörte. Er freut sich, dass viele Wünsche im Siegerentwurf von den Architekten eingearbeitet wurden, ohne dass sie die Ideensammlung zu Gesicht bekamen. Der Kirchenvorstand hatte sich einen teilbaren Saal und eine große Küche gewünscht. „Für den Mittagstisch am Dienstagvormittag und für das Frauenfrühstück werden wir genügend Platz zur Vorbereitung haben“, freut sich Lektorin und Organisatorin Susanne Weiss. Pfarrerin Marion Sichert als ständig anwesende stellvertretende Sachpreisrichterin sieht bereits den großen Platz für Feiern der Gemeinde wie Sommerfest, die Konfirmationen oder für Trauungen vor ihrem inneren Auge. Die Pfarramts-sekretärin Karin Völckel findet vor allem den Raum für ein Stuhllager eine großartige Idee.

Der zweite Preis ging an die Architekten und Stadtplaner Edgar Burian, Thomas Pfeiffer und Arwed Sandner aus München. Ein weiteres Münchener Architekturbüro sowie Architekten aus Friedberg und Augsburg hatten die drei Pläne entworfen, die vom Preisgericht bei der Abstimmung am 16. Dezember 2016 nicht berücksichtigt wurden.

Info: Um den Neubau des Gemeindehauses zu unterstützen und den Kirchenvorstand in der Beschaffung von Geldern zu entlasten, gründete sich am 30.03.2012 ein Förderverein. Informationen über den Fördervereins und dessen Aktionen unter www.fv-stjohannes-mering.de. Spenden und Mitgliedsbeiträge an den Förderverein sind steuerlich absetzbar.
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