Ein volles Haus bei der Bürgerversammlung in Mering

Mit zahlreichen Fotos untermalte Erster Bürgermeister Hans-Dieter Kandler seinen Tätigkeitsbericht im Rahmen der Bürgerversammlung in Mering.
 
Gut besucht war die Meringer Bürgerversammlung am 1. Februar im Papst-Johannes-Haus, bei der die Bürger auch Fragen oder Anträge stellen durften.
Mering: Papst-Johannes-Haus | Die „Vision 2025“ für ein neues Meringer Ortszentrum sehen mehrere Bürger als einmalige Chance für das gesellschaftliche Leben. Viele Wortmeldungen von alteingesessenen, aber auch jungen Bürgern

Voll besetzt war das Papst-Johannes-Haus, als Erster Bürgermeister Hans-Dieter Kandler die Bürgerversammlung am 1. Februar 2017 eröffnete. Die Mitarbeiter der Verwaltung waren anwesend, um eventuelle Fragen der Bürger beantworten zu können. Besonders begrüßte der Bürgermeister die anderen Marktgemeinderäte und Kreisräte sowie die Ehrenbürgerin Ellen Kratzer. Bevor er mit seinem Tätigkeits-bericht beginnen konnte, informierte er über die Erledigung von zehn Fragen bzw. Anregungen aus der letzten Bürgerversammlung vom 2. März 2016. Interessant war die Ausführung, dass Mering mit einem Gewerbesteueraufkommen von durchschnittlich 2,5 Millionen Euro keine finanzstarke Gemeinde darstelle, Schwabmünchen erziele bei gleicher Größenordnung einen doppelt so hohen Betrag.

Den einstündigen Tätigkeitsbericht untermalte Hans-Dieter Kandler mit aussagekräftigen Fotos, die in Kürze auf Anregung einer Bürgerin auf die Internetseite gestellt werden. Im Jahr 2016 konnte Mering nur 1,37 Mio. Euro - etwas mehr als den Mindestbetrag -dem Vermögenshaushalt zuführen. Der Grund: die Kreisumlage war um 600.000 Euro, die Personalkosten um 300.000 Euro angestiegen, während Gewerbesteuer- und Grunderwerbssteueraufkommen gleichgeblieben waren. Der Schuldenstand betrug am Ende des Jahres 7,4 Mio. Euro. Mering verfüge über drei weitere Schulen, das Gymnasium sowie die Fachschulen für Sozialpädagogik und für Altenpflegehelfer. Im November eröffnete die neue Kindertagesstätte an der Schloßmühlstraße mit zwei Kindergartengruppen und einer Krippengruppe. Der Neubau des Hortes für die Ambérieuschule stehe kurz vor der notariellen Unterzeichnung. Was den Hort für die Luitpoldschule betrifft, stehe er mit der „Vision 2025“ des Pfarrers Thomas Schwartz für Tiefgarage, Rathaus, Bürgerzentrum und Veranstaltungssaal auf dem kirchlichen Areal (geschätzte Kosten 13 bis 15 Millionen Euro)noch in der Schwebe.
Investitionen waren der neue Hochbehälter am Wasserwerk mit zentraler Druckerhöhung (3,1 Mio. Euro), die Mauer und WC-Anlage am Alten Friedhof (701.225 Euro) und eine Erdurnenanlage im Neuen Friedhof. Was die Renovierung der Schloßmühle betrifft, seien die Verhandlungen mit dem Grundstückseigentümer noch nicht abgeschlossen, sagte er. 60 sozial geförderte Wohnungen werden an drei Standorten entstehen. Im Baugebiet Oberfeld I können 32 Bauplätze vergeben werden. Zwei Gewerbegebiete befinden sich im Verhandlungsstadium. Das kulturelle Leben der Marktgemeinde prägten der Paradise-Beach, der Biergarten am Badanger und das Fest der Integration.

In der Fragerunde sahen Ehrenbürgerin Ellen Kratzer und noch weitere Bürger in der „Vision 2025“ eine einmalige Chance für ein schönes Meringer Zentrum. Eine Mutter kritisierte fehlende Hortplätze für das kommende Schuljahr. Obwohl Mering über 3500 Bäume verfüge, waren dies einem Bürger zu wenig. Den Wegfall des Fußweges beim geplanten Umbau der Meringerzellerstraße kritisierten die Anwohner mit Schulkindern. Sylvester Dosch und noch weitere Personen stellten den Antrag, auf die 30.000 Euro teure Maibaumhalterung zu verzichten. Siegfried Schwab bat als Asylhelfer um Mitteilung freier Wohnungen. Den Haushaltsplan sowie die Vision 2025 online zu stellen, wünschte sich Maximilian Richt. Vor allem die Vereine sind interessiert, ob und wann sie mit einer Rückkehr in die Schloßmühle rechnen können.
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