Einblicke in das Leben in Israel


Zahlreiche Besucher aus Mering und Umgebung nutzten die Gelegenheit, mehr über das Leben in Israel zu erfahren. Der ehemalige Geschichtslehrer und langjährige Partner des bayerischen Jugendrings Ilan Katz berichtete aus seiner Heimatstadt Ma'alot, in der Araber und Juden gut zusammenleben. Der Initiator der Freundschaft zwischen Karmi'el und Mering, Günter Wurm aus Unterbergen, hatte ihn zum Vortrag in die Schlossmühle nach Mering eingeladen.

Der pensionierte Lehrer hatte bereits das Gymnasium Mering besucht und den Schülern über Israel und das Judentum berichtet. Sein größter Traum sei es, dass seine fünfjährige Enkeltochter nicht mehr wie seine beiden erwachsenen Töchter und sein Sohn ins Militär müsse, verriet er. Fünf Jahre seiner Schulzeit verbrachte Katz in Holland, später arbeitete er drei Jahre mit seiner Frau in Uruguay. Trotzdem bleibe Israel seine Heimat, in die er immer wieder gerne zurückkehrt, erzählte er in seinem Referat.

Im Alltag verstehen sich Araber und Juden eigentlich nicht so schlecht, es bestehe sogar ein regelmäßiger Erfahrungsaustausch unter den Lehrern, berichtete Katz.

Er stand auch für Fragen der Besucher zur Verfügung. Jude sei man nur, wenn man eine jüdische Mutter habe, erfuhren die Zuhörer. Anders als in Deutschland besuchen Kinder und Jugendliche gemeinsam eine allgemeinbildende Gesamtschule, die sie mit der zwölften Klasse zum Abitur, dem Bagrut führt.

Sein nächstes Ziel ist Nürnberg, um Gespräche mit Eltern einer Schule für eine Partnerschaft zu führen. (pm)
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