Fulminante Premiere auf dem neuen Meringer Konzertflügel

Das Debüt am neuen Yamaha-Konzertflügel im Saal des Meringer Gymnasiums wird die Pianistin Margit Henschel am 1. April ab 19.30 Uhr geben.
Mering: Gymnasium | Die Pianistin Margit Henschel löst ihr Versprechen ein und gibt den ersten Klavierabend im Saal des Meringer Gymnasiums

Am Abend des 1. April um 19.30 Uhr (kein Aprilscherz!) ist es endlich soweit: die Bürger können den ersten Klavierabend am neuen Konzertflügel im Gymnasium genießen. Entdeckt wurde der hervorragende Yamaha-Konzertflügel vom Meringer Gymnasial-Musiklehrer Pasquale Baratta während der Suche nach einem viel kleineren Instrument für private Zwecke. Der klanglich vollendete große Yamaha-Flügel stammt von einer Pariser Konzertbühne und wurde nur zu auserlesenen Wettbewerben sowie von Weltklasse-Pianisten wie Lang Lang und Daniel Barenboim gespielt, verrät Margit Henschel im Gespräch. Er sei nun für Konzerte im Rahmen unseres Gymnasiums, aber freilich auch für auswärtige Pianisten vorgesehen.

Margit Henschel wuchs als Kind eines Konzertpianisten und einer Musiklehrerin in Leipzig auf. Ihr Klavierstudium absolvierte sie an der Hochschule für Musik in Dresden, wo sie zuvor bereits zwei Jahre Gesang studiert hatte. Später wechselte sie für ein Klavier-Aufbaustudium an die Musikhochschule Augsburg zu Dozent Ernst Mauß. Des Weiteren bereitete sie der Münchener Meisterpianist Gerhard Oppitz im Privatunterricht auf verschiedene Konzerte vor. Seit 15 Jahren lebt Margit Henschel mit ihrer Familie in Mering und fördert begabte Schüler zur Vorbereitung von Klavierwettbewerben, Hochschulstudium sowie zu externen Examina.

Im Konzert wird die Künstlerin Werke zweier bedeutender Komponisten gegenüberstellen: Ludwig van Beethovens Bagatellen op. 126 zu Johannes Brahms´ Intermezzi op. 118, nach der Konzertpause noch einmal zurück zu Beethovens berühmter Waldstein-Sonate op. 53. Die erst später entstandenen Bagatellen setzen chronologisch gesehen einen Schlussstein seiner Klavierwerke, 1824 komponiert in völliger Taubheit. Brahms galt als großer Verehrer Beethovens, er betrachtete ihn zuweilen als geistigen Lehrmeister am Klavier, obwohl sich die beiden Jahrhundert-Künstler persönlich nie begegnen konnten.
Alle Brahms´schen Intermezzi sind ebenso als Spätwerke zu betrachten, sein Opus 118 erschien im Entstehungsjahr1886 erstmalig im Wiener Verlag Boote und Bock, ein Jahr vor des Meisters Ableben.
Zu Beethovens Sonate op. 53 gibt es zunächst so viel zu sagen, als dass dieses Werk ein absolutes Höchstmaß an pianistischem Können abverlangt, gewidmet seinem großen Mäzen aus Bonn, dem Grafen Ernst Ferdinand von Waldstein.
Info: Der Klavierabend findet am 1. April statt und beginnt um 19.30 Uhr im Gymnasium Mering, Tratteilstr. 34. Karten sind erhältlich in der Buchhandlung Platzbecker und an der Abendkasse.
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