Humor und Moral beim Meringer Marionettenspiel

Ein Wildschwein zu bezwingen ist die letzte Prüfung, die das tapfere Schneiderlein bestehen muss, um vom König die Tochter zur Frau zu bekommen.
Mering: Volksbühne | Für die neue Saison meldeten sich sechs neue Mitglieder bei der Volksbühne

Seit nunmehr 23 Jahren verzaubert die Meringer Marionettenbühne Kinder, aber auch Erwachsene mit ihren Grimm’schen Märchen, die sie gekonnt für die Marionetten umsetzen. Letztes Jahr hatten sie sich erstmals an das Märchen „Des Kaisers neue Kleider“ von Hans Christian Andersen gewagt, das ebenfalls sehr gut beim Publikum ankam.
Nach dem ersten Marionettenbau-Workshop im April konnte die Volksbühne sechs neue Mitglieder hinzugewinnen. Im Team der Wochenendtruppe stehen als neue Puppenspieler Simon Deutsch, Silvia Hartmann und Sonja Hoffmann hinter der Bühne. Bei der Vormittagsgruppe ist Hildegard Wenderoth neu dabei, die genauso wie die neue Regieleiterin Susanne Hallerbach auch beim Tonbild mitwirkte. Hans Schmidt konnte als neuer Mitarbeiter für die Technik gewonnen werden.

Die Meringer Kindergärten sind die treuesten Besucher der Volksbühne. Sie erwarten Viktoria Hartmuth, die für die Buchungen am Vormittag zuständig ist, jedes Jahr sehnsüchtig, um einen Termin zu bekommen. Auch der Ulrichkindergarten aus Gersthofen oder die Kinder aus Odelzhausen freuen sich jedes Jahr auf ein neues Märchen. Zum zweiten Mal ist allerdings erst der Kindergarten St. Ulrich aus Königs-brunn dabei. Sogar aus München interessieren sich Leute, die über Freunde von der Neuaufnahme des „tapferen Schneiderleins“ erfuhren.

Außer den beiden Riesen, einem bärtigen und einem Glatzkopf, fertigten die Mitglieder in einem Gemeinschaftswerk die Großmutter mit Hochsteckfrisur und Brille an, die im Schaukelstuhl, mal mit Strickzeug, mal mit Märchenbuch sitzt und als Erzählerin auf der neugestalteten Seitenbühne zu sehen ist. Eine weitere Bühnenkulisse, die Höhle, in der das sich immer wieder selbst lobende Schneiderlein auf die Riesen trifft, malten Christiane Danzfuß und Doris Hawlitschek.

Nicht rosa oder hellblau, wie die Einhornkostüme für Jugendliche oft sind, sondern schneeweiß ist das freche Einhorn, welches das kleine Schneiderlein mit List bezwingen kann. Das Wildschwein sieht so echt aus, dass man glauben könnte, es stamme aus der Werkstatt der bekannten Firma Steiff. Tatsächlich schuf es Kurt Schiller wie auch die anderen Tiere der Bühne. Seine Marionetten sind so realitätsgetreu gelungen, dass man selten schönere Tierfiguren anderswo finden wird. Wie es dem Schneiderlein gelingt, das wilde Tier einzufangen und die Prinzessin zur Frau zu erhalten, können die Zuschauer in einer der zahlreichen Aufführungen erfahren. Zur Premiere sind Bürgermeister Hans-Dieter Kandler, Pfarrer Thomas Schwartz und Pfarrerin Carola Wagner als Ehrengäste geladen.

Die Premiere findet am Samstag, den 5. November um 17 Uhr im Saal der Volksbühne (Luitpoldstraße 3) statt. Weitere Vorstellungen sind am 6. November um 15 Uhr, am 12., 13., 19. und 20. November um 15 und 17 Uhr. Am 26. und 27. Novem-ber sind die letzten Wochenend-aufführungen um 15 Uhr. Vom 7. November bis zum 2. Dezember gibt es täglich außer mittwochs Aufführungen um 9 und 10.30 Uhr für Schulen, Kindergärten und Gruppen. Viktoria Hartmuth kann unter Tel. 08233/846619 noch zwei bis drei Termine für große Gruppen und bei anderen Veranstaltungen noch Karten für kleinere Gruppen vergeben. Für die Wochenend-termine ist Christine Hieke unter Tel. 08233/789141 von 17 bis 20 Uhr zuständig. Eine Buchung ist ebenfalls unter www.volksbuehne-mering.de möglich.
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