In Mering auf dem Kilimandscharo

Am 29. Januar 2015 gegen 6.40 Uhr Ortszeit sah Florian A. Mayer die Sonne auf dem Kilimandscharo aufgehen. Auf dem Uhuru Peak hatte der Zweite Bürgermeister das Meringer Wappen dabei.
 
Vom Machame Gate aus bis zum Gipfel waren es für Florian A. Mayer fünf Tage, 32 Stunden reine Gehzeit und 40 km Distanz.
Mering: Papst-Johannes-Haus, Michaelstuben |

Florian A. Mayer zeigt in Mering einen Film über seine Besteigung des 5.895 m hohen Vulkans in Tansania


Am 29. Januar 2015 gegen 6.40 Uhr Ortszeit sah Florian A. Mayer die Sonne auf dem Kilimandscharo aufgehen. Ein einmaliges Bergerlebnis für den damals noch 34-jährigen Meringer, an dem der Zweite Bürgermeister und CSU-Ortsvorsitzende nun im Rahmen einer Monatsversammlung der Meringer CSU zahlreiche Gäste teilhaben ließ. Diese fieberten während dem rund 45-minütigem Vortrag und einem eineinhalbstündigen Film mit als wären Sie bei der Trekkingtour selbst dabei gewesen.

Zusammen mit seinen drei Gefährten Franz Schwarzenberger, Hubert Hirle und Thomas Zuber stieg Florian A. Mayer am 23. Januar 2015 ins Flugzeug, um den fast 6.000 m hohen Vulkan und ehemals höchsten Berg von Deutschland zu besteigen. Knapp eine Woche dauerte die Tour, dabei akklimatisierten sich die vier Bergsteiger in vier verschiedenen Lagern. Besonders in Erinnerung ist dem Meringer dabei das Barranco Camp, von wo aus man die Stadt Moshi in der Nacht hell erleuchtet und knapp 3.000 m tiefer liegend, aber auch das Gipfelmassiv des Kilmanmdscharo im Sternenhimmel funkelnd erblicken konnte. Dabei war alleine der klare Blick auf die Sterne am Kilimanscharo schon etwas besonderes. Am Mittwoch erreichten die Bergsteiger gegen Abend mit dem Barafu Camp den letzten Stop vor dem Gipfelaufbruch. Von diesem Adlerhorst auf Wolkenhöhe hat man einen hervorragenden Blick auf den Mawenzi, einen brüchigen Nebengipfel des Kilimandscharo. Von der 21-köpfigen Mannschaft gehen von hier aus nur noch die Bergsteiger selbst und ihre drei Guides weiter in Richtung Uhuru Peak, dem eigentlichen Gipfel des immer noch aktiven Vulkanmassivs. Mit 50 mal 80 Quadratkilometern ist der Kilimandscharo eines der größten freistenden Bergmassive der Welt. Der eigentliche Aufbruch Richtung Gipfel erfolgte um 23.45 Uhr am Mittwochabend bei tosendem und eiskaltem Wind. Bis zum Gipfel sind es zwar nur wenige Kilometer, aber immerhin noch 1.300 Höhenmeter in bereits recht dünner Luft.

Erfolg und Misserfolg in der Gipfelnacht


Die darauffolgenden Stunden beschreibt Florian A. Mayer dabei wie folgt: „Während ich meinen Tiefpunkt zwei Tage zuvor schon überwunden hatte musste ich zusehen, wie einer nach dem anderen meiner Freunde abbrechen musste. Als erster kehrte Thomas - von der Höhe kalt erwischt - mit Guide Maico Richtung Barafu Camp um, welches dieser gegen 6 Uhr morgens erreichte. Der zweite Guide musste etwa eine Stunde später den erschöpften Hubert zurück ins Lager bringen. Als dann auch noch Franz von Übelkeit geplagt wurde, rückte auch mein Gipfeltraum in immer weitere Ferne. Ohne Guide bei Nacht ist ein weiterer Aufstieg schwer möglich und auch gar nicht erlaubt. Mit viel gegenseitiger Motivation aber schafften es wir drei bis zum Sonnenaufgang an den Stella Point. Dort trifft die Machame Route auf den Kraterrand. Der Berg gilt in Tansania schon mit diesem rund 150 Meter niedrigeren Punkt als bestiegen.“ Von hier aus kämpften sich Florian A. Mayer, Franz Schwarzenberger und Guide Julius dann aber noch weitere 45 Minuten weiter bis zum eigentlichen Hauptgipfel, dem 5.895 m hohen Uhuru Peak, wo Merings Zweiter Bürgermeister das Wappen seiner Heimatgemeinde aufspannte.

Weiteren Gipfelaspiranten riet Florian A. Mayer jeden Tag mindestens 4-6 Liter Wasser oder Tee zu trinken, langsam zu gehen und immer eine Mütze als Schutz vor Sonne und Wind zu tragen. Letzteres sei ihm am zweiten Tage fast zum Verhängnis geworden. Empfehlenswert sei es auch eine zusätzliche Nacht zu buchen, weil man am Kilimandscharo eigentlich zu viele Höhenmeter pro Tag zurücklegt.

Weitere Ziele als Bergsteiger


Als nächstes Ziel hat sich Florian A. Mayer die Besteigung der Seven Summits der Alpen gesetzt. Das sind die höchsten Berge der sieben Alpenländer, wozu auch die bayerische Zugspitze zählt. Auch überragionale Träume hat der Meringer noch Ziele wie den argentinischen Aconcagua oder den Elbrus im Kaukasus. „Was ich davon noch verwirklichen kann, das wird die Zeit zeigen, denn in den Bergen muss man mit Respekt und Ehrfurcht vor der Natur agieren“, resümiert Florian A. Mayer.
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