In Mering zu Gast

Dudelsack-Klänge leiteten das vierte Festival ein. Foto: Stöbich


Dass die Marktgemeinde bunt und für Menschen jeglicher Herkunft offen ist, hat der Verein "Internationale Kultur Mering" (IKM) erneut gezeigt. Seine Mitglieder, die aus neun Nationen kommen, veranstalten seit 2013 alljährlich ein großes Fest in der Mehrzweckhalle. Dort trafen sich jetzt wieder Musiker, Sänger und Tänzer zu einem fröhlichen Familienfest, bei dem es keine Schranken zwischen schwarz oder weiß, jung oder alt gab.

"Unser Motto "Bei Freunden zu Gast" soll Teilnehmer und Zuschauer verbinden", sagte IKM-Vorsitzende Maureen Lermer. Ziel des vierten Festivals sei es, gesellschaftliche und soziale Identitäten zusammen zu bringen und dabei lokale, nationale und internationale Projekte zu unterstützen. So hatte in der Halle auch Margit Straka aus Mering einen Stand aufgebaut, um die Besucher über ihren Hilfsverein für Kenia "Hakuna Matata" zu informieren.

Schon der Auftakt war bunt und fröhlich, als ein schottischer Dudelsackbläser mit Kindern auf die Bühne zog, die Fahnen der verschiedenen Nationen schwenkten. Nachdem Stefan Widmann und Maureen Lermer das Publikum begrüßt hatten, folgte bis in die Nacht hinein ein abwechslungsreiches Show-Programm mit Gruppen aus Friedberg, Kissing, Mering, Augsburg, Gersthofen und Karlsruhe.

Da tanzten türkische Kinder und die des Tanzstudios "Effekt", es gab Musik aus Syrien und von der lokalen Rockband "Schweigepflicht", für akustische und optische Höhepunkte sorgten die Sambagruppe "Pica Pau" und das Tanzstudio Tulay aus Friedberg. Waren die Zuschauer anfangs noch etwas steif an ihren Tischen gesessen, so tauten sie bei den schwungvollen Darbietungen zusehends auf und ließen sich von der ausgelassenen Stimmung auf der Bühne anstecken.

Sabine Wild und ihren Freundinnen gefiel besonders eine Modenschau mit Elementen aus Afrika und Europa. "Es ist toll, was der Verein Jahr für Jahr auf die Beine stellt", sagte sie. Dunkelhäutige Mädchen mit bunten Flechtzöpfen und kleine Trachtler in Lederhosen tummelten sich in der Mehrzweckhalle, wo man sich an zahlreichen Spezialitäten-Ständen stärken konnte.

Toleranz zwischen den Nationen war gar kein Thema, weil man ganz selbstverständlich zusammen feierte und es keine Rolle spielte, aus welcher Ecke dieser Erde jemand kommt.

Dass Mering bunt ist, soll eine weitere Veranstaltung demonstrieren, die für 30. Juli am Badanger geplant ist. Mit einem großen Fest wollen mehrere lokale Gruppen den Kontakt zwischen Asylbewerbern und Einheimischen stärken; Veranstalter sind IKM, die Gemeinde und der Verein "Mering ist bunt". (Peter Stöbich )
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