Jüdischer Pressesprecher von Franz Josef Strauß besucht Mering

Über seine Heimat Israel uns seine Tätigkeit als Pressesprecher von Franz Josef Strauß berichtete Godel Rosenberg in der Meringer Bücherei.
Mering: Bücherei | Tel Aviv in Israel verließ Godel Rosenberg bei 28 Grad, um im winterlichen Deutschland in der Bücherei Mering über seine Heimat und sein Buch „Franz Josef Strauß und sein Jude“ zu berichten.
Gespannt lauschten zahlreiche Zuhörer den spannenden Ausführungen des in München aufgewachsenen Journalisten, der seit 17 Jahren in Israel lebt und die Daimler-Chrysler-Konzernrepräsentanz übernommen hat. Ein Wunder war es, dass seine in Warschau geborene Familie den Zweiten Weltkrieg überlebte und nach Georgien auswandern konnte. Sie ließen sich nach dem Krieg in der amerikanischen Zone in München nieder, wo er nach dem Studium beim Münchner Merkur und von 1978 bis 1988 als Pressesprecher der CSU arbeitete. Godel Rosenberg erzählte vom einzigartigen Wirtschaftswachstum Israels und nannte Gründe für den Zerfall der arabischen Welt: die fehlenden Möglichkeiten, Entscheidungen demokratisch mittreffen zu können. Der Konflikt in Israel drehe sich weder um Territorium noch um Wasser, das Problem sei allein die Religion und die unterschiedlichen Werte, vermittelte er den Zuhörern. Für Juden seien Toleranz und Respekt sehr wichtig. „Franz Josef Strauß war ein sehr gefühlvoller Mensch mit einer unglaublichen Bildung“, sagte der Autor, der sein Buch „Franz Josef Strauß und sein Jude“ zum 100. Geburtstag des verstorbenen Politikers im September 2015 herausgegeben hatte. Ohne jemals Parteimitglied zu sein, sei er mit 31 Jahren Pressesprecher der CSU geworden und diese zehn Jahre seien die wichtigsten in seiner persönlichen Entwicklung gewesen, verriet er. „Ohne Strauß, der zwar ein sensibler Mann war, aber Kraft und Durchsetzungsvermögen besaß, würde Bayern nicht so dastehen wie jetzt“, beendete Godel Rosenberg seinen zweistündigen Vortrag. Leider warteten die Zuhörer vergeblich auf eine Lesung aus dem Buch. Jedem Käufer seines Buches schrieb er eine persönliche Widmung auf die erste Seite.
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